27 March 2026, 04:23

1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen: Kemptener Paar vor Gericht

Eine Reihe von Parkautomaten entlang einer Straße, mit einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Rollladen mit Text im Hintergrund und einem näheren Müllcontainer.

1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen: Kemptener Paar vor Gericht

Prozess in Kempten: Ehemaliger Stadtmitarbeiter und seine Frau sollen 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen haben

In Kempten hat ein Prozess begonnen, bei dem einem Stadtangestellten und seiner Ehefrau vorgeworfen wird, über fünf Jahre hinweg fast 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren unterschlagen zu haben. Das Paar, 40 und 38 Jahre alt, soll die Automaten systematisch geleert und das Geld anschließend gewaschen haben, bis verdächtige Banktransaktionen im November 2025 die Ermittlungen auslösten.

Die kriminellen Machenschaften begannen bereits im November 2020: Der Mann entnahm regelmäßig Bargeld aus den städtischen Parkuhren, während seine Frau die Gelder auf verschiedene Konten einzahlte oder gegen Geschenkgutscheine eintauschte, um die Herkunft zu verschleiern. Jahrelang blieb das Treiben unentdeckt.

Erst als eine Bank Ende 2025 ungewöhnliche Kontobewegungen meldete, flog der Betrug auf. Die Behörden nahmen das Paar kurz darauf fest; seither sitzen beide in Untersuchungshaft. Nach ihrer Verhaftung ließ die Stadt alle Schlösser der Parkuhren austauschen und übertrug die Wartung an einen externen Dienstleister.

Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Summe. Das Verfahren läuft noch; ein Urteil steht bisher aus.

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Ungewöhnliche Wiedergutmachung in Großbritannien – aber ohne Bezug zum Kemptener Fall In einem separaten, wenn auch kuriosen Vorfall erhielt der Inhaber des britischen Unternehmens Exotica Foods kürzlich einen anonymen Brief, in dem sich jemand für einen Diebstahl entschuldigte, der etwa 15 Jahre zurückliegt. Dem Schreiben lagen 100 Pfund in bar bei – ein direkter Zusammenhang mit dem Kemptener Fall besteht jedoch nicht.

Der Skandal offenbart gravierende Schwächen in der finanziellen Kontrolle der Stadt Kempten und führte zu verschärften Regelungen bei der Verwaltung der Parkeinnahmen. Bei einer Verurteilung drohen dem Paar harte Strafen, darunter der Verlust sämtlicher illegal erwirtschafteter Gelder. Die Stadt hat bereits Maßnahmen ergriffen, um weiteren Missbrauch öffentlicher Mittel zu verhindern.

Quelle