17 June 2026, 17:36

3,5 Milliarden für E-Autos: Warum deutsche Hersteller kaum profitieren

Dealers: E-Auto-Subvention mainly goes to China

3,5 Milliarden für E-Autos: Warum deutsche Hersteller kaum profitieren

Die deutsche Bundesregierung hat ein Förderprogramm in Höhe von 3,5 Milliarden Euro für Elektroautos aufgelegt. Es gilt für Neuwagen, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen werden, wobei Käufer bis zu 6.000 Euro erhalten können. Doch das Programm sorgt bereits jetzt für Diskussionen unter Branchenvertretern.

Die meisten Elektroautos im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro stammen derzeit von ausländischen Herstellern, insbesondere chinesischen Marken. Deutsche Automobilkonzerne haben diesen Markt noch nicht erschlossen – der VW ID.Polo wird erst im September erwartet.

Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), kritisiert, dass die Förderung die Neuzulassungen von Elektroautos bisher nicht gesteigert habe. Er fordert, die Mittel auch auf gebrauchte E-Fahrzeuge auszudehnen und gleichzeitig die Ladeinfrastruktur auszubauen sowie die Preistransparenz an Ladestationen zu verbessern.

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Weller schlägt vor, Ladestationen nach dem Vorbild des Mobilfunk-Roamings zu behandeln, mit einem einheitlichen, klaren Preis an allen Standorten. Seine Vorschläge zielen darauf ab, den Umstieg auf Elektroautos für Fahrzeughalter praktikabler und erschwinglicher zu gestalten.

Derzeit profitieren vor allem ausländische Hersteller von der Förderung, während deutsche Unternehmen kaum davon profitieren. Wellers Forderungen konzentrieren sich auf eine breitere Zugänglichkeit und bessere Rahmenbedingungen. Der 3,5-Milliarden-Euro-Fonds der Regierung bleibt dennoch ein zentraler Baustein für die Förderung der Elektromobilität.

Quelle