15 May 2026, 12:38

AfD mit Umfragehochs – doch lokale Wahlen zeigen klare Grenzen des Erfolgs

Karte von Deutschland, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 nach Provinz zeigt, mit roter und blauer Hervorhebung und Textdetails zu Kandidaten und Wahldatum.

AfD mit Umfragehochs – doch lokale Wahlen zeigen klare Grenzen des Erfolgs

Die AfD verzeichnet in bundesweiten Umfragen einen deutlichen Aufstieg und liegt mittlerweile zwei bis drei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. In ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern erreicht die Partei sogar 41 bzw. 36 Prozent Zustimmung. Doch aktuelle Kommunalwahlen zeigen ein gemischtes Bild für die rechtspopulistische Kraft.

Die neueste Folge von Bundestalk, unserem wöchentlichen Politik-Podcast, analysiert, wie sich die etablierten Parteien auf diese Entwicklung einstellen könnten. Expert:innen diskutieren Strategien, um den wachsenden Einfluss der AfD einzudämmen – jetzt verfügbar auf Spotify, Deezer, iTunes und unserer Website.

Trotz starker Umfragewerte hat die AfD bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland bisher kaum Erfolge vorweisen können. In diesem Jahr trat die Partei in 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen an, errang jedoch nur zwei Siege. Eine Niederlage musste sie etwa in der Uckermark einstecken, wo die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk ihren Sitz mit klarem Vorsprung vor dem AfD-Kandidaten Felix Teichner verteidigte.

Teichner, der sich als bürgerlicher Kandidat präsentierte und sogar linkes Volksliedgut performte, konnte die Wähler:innen nicht ausreichend überzeugen. Dörk hingegen mied polarisierende Debatten und wies sogenannte „Scheinprobleme“ wie die diskutierte „Brandmauer“ gegen die AfD zurück.

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Die bundesweiten Umfragen erzählen eine andere Geschichte: Zwar überflügelt die AfD die CDU/CSU mittlerweile, doch die meisten Wähler:innen, die sich von der Mitte-rechts-Partei abwenden, wechseln nicht zur AfD. Viele planen stattdessen, der Wahl fernzubleiben oder zu linken Parteien überzulaufen.

Der Kontrast zwischen Umfrageergebnissen und lokalen Wahlerfolgen lässt Beobachter:innen zweifeln, ob sich der Aufwärtstrend der AfD in breite elektoralen Erfolg umsetzen lässt.

Der nationale Aufstieg der AfD hat sich bisher nicht in durchgängige lokale Siege verwandelt. Der Erfolg der CDU-Politikerin Karina Dörk in der Uckermark unterstreicht den anhaltenden Widerstand gegen den Vormarsch der Partei in einigen Regionen. Unterdessen wird weiter über Gegenstrategien diskutiert – die aktuelle Bundestalk-Folge bietet Expert:innen-Einschätzungen zu den anstehenden Herausforderungen.

Quelle