AfD-Politiker fordern in St. Petersburg engere Zusammenarbeit mit Russland
Margot RudolphAfD-Politiker fordern in St. Petersburg engere Zusammenarbeit mit Russland
Mitglieder der deutschen Partei Alternative für Deutschland (AfD) haben ihre Teilnahme am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg verteidigt. Sie nutzten die Plattform, um die Westpolitik zu kritisieren und eine engere Zusammenarbeit mit Russland zu fordern.
Der AfD-Europaabgeordnete Petr Bystron sprach sich gegen das aus, was er als „dumme und wirkungslose Embargos“ bezeichnete, die von den etablierten Parteien verhängt worden seien. Er argumentierte, die Deutschen wollten wieder günstiges Gas und Öl aus Russland beziehen. Bystron versprach zudem, dass die AfD sich dafür einsetzen werde, dass die deutsche Industrie ihre Marktposition zurückerlange.
Jörg Urban, Landesvorsitzender der AfD in Sachsen, behauptete, Russland habe das Vertrauen in die europäische und deutsche Politik weitgehend verloren. Die Partei wolle dazu beitragen, dieses Vertrauen wiederherzustellen, so Urban. Unterdessen wies Steffen Kotré, AfD-Abgeordneter aus Brandenburg, die Vorstellung zurück, Russland stelle die größte Bedrohung für Deutschland, Europa und die transatlantische Sicherheit dar – dies sei „völlig haltlos“.
Die AfD-Politiker nutzten ihre Forumsteilnahme, um eine Kehrtwende in der Politik zu propagieren. Ihre Äußerungen zeigten die Bereitschaft, die aktuelle westliche Haltung zu Russland und den Wirtschaftssanktionen infrage zu stellen. Die Position der Partei steht damit im Widerspruch zum breiten politischen Konsens in Deutschland.
