27 April 2026, 14:24

Aldi Süd streicht 1.250 Jobs – Digitaltochter stark betroffen

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen", die den Anstieg der Produktivität ohne entsprechende Gewinne für die Mittelschicht zeigt.

Aldi Süd streicht 1.250 Jobs – Digitaltochter stark betroffen

Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an

Der Discounter will vor allem seine Digitaltochter Aldi DX im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung verkleinern. Betroffenen Mitarbeitenden werden freiwillige Aufhebungsverträge angeboten – Zwangsentlassungen soll es nicht geben.

Das Unternehmen hatte seine IT-Abteilung in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut und beschäftigte zeitweise über 4.000 Mitarbeitende. Aldi DX war als eigenständige Tochter gegründet worden, um im Rahmen des Projekts "AHEAD" eine standardisierte, globale IT-Infrastruktur aufzubauen. Abhijit Niyogi, Manager beim IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS), hatte die Ziele des Vorhabens umrissen: die Technologielandschaft von Aldi Süd zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können.

Mit der aktuellen Restrukturierung setzt Aldi Süd nun auf weniger eigene IT-Fachkräfte. Stattdessen sollen Teile der technologischen Prozesse an externe Partner ausgelagert werden. Ab November 2025 wird die Zusammenarbeit mit dem indischen IT-Unternehmen Tata Consultancy Services weiter vertieft.

Die Stellenstreichungen betreffen nicht nur Aldi DX, sondern auch die internationale Einkaufsabteilung Aldi International Services. Das Unternehmen betont jedoch, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde – betroffene Beschäfte erhalten stattdessen Angebote für freiwillige Trennungen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Änderungen markieren einen Strategiewechsel in der IT-Politik von Aldi Süd: Die eigene Belegschaft wird reduziert, während die Abhängigkeit von externen Partnern steigt. Über 1.000 der 1.250 abzubauenden Stellen entfallen auf die Digitaltochter – ein klares Signal für den Wandel hin zu einem schlankeren, stärker ausgelagerten Modell. Die Umstrukturierung steht im Einklang mit den Zielen des "AHEAD"-Projekts, das auf Modernisierung und globale Standardisierung abzielt.

Quelle