31 May 2026, 00:14

Arla übernimmt DMK: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht

Riesige Corporation darf Deutschlands größte Molkerei übernehmen

Arla übernimmt DMK: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht

Europas Milchwirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Wandel, nachdem die Europäische Kommission die Übernahme der Deutschen Milchkontor (DMK) durch Arla genehmigt hat. Die Fusion schafft die größte Molkereigenossenschaft des Kontinents, die über 11.000 Landwirte in neun Ländern vereint. Die Wettbewerbsbehörden kamen zu dem Schluss, dass der Deal keine kartellrechtlichen Bedenken aufwirft.

Mit der Entscheidung kann Arla, das bereits 7.000 Landwirte in acht europäischen Ländern vertritt, die rund 4.000 deutschen Mitglieder der DMK integrieren. Unter der neuen Struktur wird Arla einen einheitlichen Milchpreis in allen Märkten durchsetzen und so jeden Anreiz für Landwirte beseitigen, die Preise zu drücken. Die Kommission betonte zudem, dass Händler weiterhin über ausreichend alternative Lieferanten für Handelsmarken-Milchprodukte verfügen würden.

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Durch die Fusion entfällt der Wettbewerb zwischen den beiden Genossenschaften um Milchlieferungen in Norddeutschland. Während der Deutsche Bauernverband den Schritt als „grundsätzlich positiv“ bezeichnete, übt der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter Kritik und warnt vor sinkenden Verarbeitungsmöglichkeiten für die Erzeuger. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft zeigte sich hingegen „empört“ über die Genehmigung durch die Kommission.

Dank des globalen Exportnetzwerks von Arla dürften sich für deutsche Milcherzeuger neue Absatzchancen eröffnen. Die fusionierte Genossenschaft wird die Milchverarbeitung in Norddeutschland dominieren und die Lieferketten in der Region neu prägen. Der Deal markiert einen Einschnitt für den europäischen Milchsektor, der die Produktion unter einer einzigen Genossenschaft bündelt. Die Landwirte agieren künftig in einem einheitlichen Preissystem, während Händler weiterhin Zugang zu konkurrierenden Anbietern behalten. Langfristig bleibt abzuwarten, wie sich die Verarbeitungskapazitäten und die Marktentwicklung gestalten werden.

Quelle