13 April 2026, 12:20

Balkon-Streit am Peitinger Marktplatz spaltet Kommunalpolitiker

Ein überfüllter Parkplatz mit zahlreichen geparkten Autos vor einem Gebäude.

Balkon-Streit am Peitinger Marktplatz spaltet Kommunalpolitiker

Pläne für Balkonanbau am Peitinger Marktplatz spalten den Bauausschuss

Ein Vorhaben, ein Gebäude am Hauptplatz von Peiting mit Balkonen zu erweitern, hat den örtlichen Planungsausschuss gespalten. Der Entwurf sieht vor, die Konstruktion über die gesetzliche Grundstücksgrenze hinaus zu verlängern – und löste unter den Kommunalpolitikern eine hitzige Debatte aus. Während einige die Änderungen befürworteten, äußerten andere Bedenken hinsichtlich der Ästhetik und der Parkplatzsituation.

Die Balkone sollen an den beiden obersten Stockwerken der Westfassade entstehen und dabei 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinausragen. Christian Hack, Leiter des Peitinger Bauamts, präzisierte, dass der Eigentümer ursprünglich beantragt hatte, sie zur Straßenseite hin anzubauen. Dies wurde jedoch abgelehnt, da die Fläche im Besitz der Kommune ist.

Andreas Barnsteiner (BVP) sprach sich für das Design aus und argumentierte, die Balkone würden das große Gebäude optisch aufwerten. Michael Deibler (CSU) hingegen hielt den Entwurf "kaum akzeptabel" und hoffte, dass keine weiteren baulichen Veränderungen folgen würden. Bürgermeister Peter Ostenrieder räumte zwar Bedenken bei der Parkplatzsituation ein, betonte aber, dass der Eigentümer sich an die geltenden Vorschriften halte.

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Stadtrat Norbert Merk (CSU) war das einzige Ausschussmitglied, das seine Zustimmung verweigerte. Sein Hauptkritikpunkt bezog sich auf die Auswirkungen der mit den Balkonen verbundenen neuen Wohnungen auf die Parkplatzkapazitäten. Trotz der Vorbehalte gilt das Projekt als geringfügige Änderung – eine Genehmigung bleibt daher möglich, selbst bei Überschreitung der Grundstücksgrenze.

Die Diskussion zeigte, wie unterschiedlich die Einschätzungen zu Gestaltung und praktischen Folgen des Vorhabens ausfallen. Da der Eigentümer die aktuellen Regelungen einhält, bleibt der Plan vorerst auf Kurs – doch Fragen zu Parkplätzen und Optik sind noch ungeklärt. Eine endgültige Entscheidung wird zeigen, ob die Balkone wie geplant realisiert werden.

Quelle