Bauförderung nur noch mit zertifizierten Energieexperten möglich
Zugang zu Bundesfördermitteln für Bau- und Sanierungsprojekte in Deutschland setzt nun eine Zertifizierung voraus. Nur qualifizierte Energieexperten können diese finanziellen Förderprogramme freischalten. Die Regelung ist Teil einer langjährigen Initiative zur Verbesserung der energetischen Standards im Bausektor.
Das Verzeichnis der Energieexperten wurde bereits 2011 eingeführt. Entwickelt wurde es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie der KfW-Bankengruppe. Die Plattform stellt sicher, dass nur zertifizierte Fachleute Förderanträge begleiten dürfen.
2023 ging die Zuständigkeit für die Förderung im Neubausektor auf das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) über. Das Ministerium schloss sich der bestehenden Initiative an und erweiterte deren Geltungsbereich. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) bleibt weiterhin für die Verwaltung und Aktualisierung des Verzeichnisses verantwortlich.
Trotz seiner Bedeutung gibt das Verzeichnis keine öffentlichen Angaben darüber, wie viele Experten bis Ende 2023 registriert waren. Die offizielle Liste untersteht weiterhin der Aufsicht des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Das System garantiert, dass nur geprüfte Fachkräfte auf öffentliche Mittel für energieeffizientes Bauen zugreifen können. Hausbesitzer und Projektentwickler müssen seitdem mit zertifizierten Experten zusammenarbeiten, um Fördergelder zu erhalten. Das Verzeichnis entwickelt sich unter der Leitung der dena weiter, wobei das BMWSB nun eine Schlüsselrolle bei Neubauvorhaben einnimmt.






