20 February 2026, 17:19

Baustart für Besucherzentrum auf der Mathildenhöhe nach jahrelanger Planung

Eine Gruppe von Menschen auf einem Balkon mit Fahnen und Transparenten, mit einem Baum links und Rauch in der Luft, während einer Demonstration.

Bauarbeiten für Informationszentrum auf der Mathildenhöhe können beginnen - Baustart für Besucherzentrum auf der Mathildenhöhe nach jahrelanger Planung

Bau des lange geplanten Besucherzentrums auf der Darmstadt Mathildenhöhe kann beginnen

Nach Jahren der Vorbereitung und der jüngsten Räumung von Protestierenden vom Gelände kann nun der Bau des seit Langem geplanten Besucherzentrums auf der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Mathildenhöhe in Darmstadt werden. Die Fällung von Bäumen – die letzte Hürde vor den Erdarbeiten – wurde nach Verzögerungen durch Aktivistenproteste abgeschlossen.

Die Entscheidung für den Bau des Zentrums fällt auf das Jahr 2016 zurück. Die Einrichtung soll als zentraler Anlaufpunkt für Besucherservices, Orientierung und Bildungsprogramme dienen. Darmstadt Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD) betonte, dass die Planung fast ein Jahrzehnt in Anspruch genommen habe – ein Zeichen für die Bedeutung des UNESCO-geschützten Ortes.

Bevor mit der Baumfällung begonnen werden konnte, räumte die Polizei Aktivisten von Teilen des Geländes, die diese besetzt hatten. Zwar blieben die meisten Proteste friedlich, doch die Behörden griffen ein, nachdem sie einen nicht entleerten Propangastank mit eingeschlagenen Nägeln entdeckt hatten – eine Vorrichtung, die als über die Grenzen legitimer Demonstration hinausgehend eingestuft wurde. Das Gelände wurde gesichert, um den Baufirmen die Arbeit zu ermöglichen.

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Die vorbereitenden Bauarbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen. Die Hauptbauphase folgt im Anschluss, wobei der erste Spatenstich für das Frühjahr 2026 geplant ist. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen, was eine Bauzeit von etwa 24 Monaten bedeutet.

Das Besucherzentrum wird zentrale Funktionen für Touristen und Forscher auf dem historischen Gelände bündeln. Nach seiner Inbetriebnahme soll es die öffentliche Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe der Mathildenhöhe fördern. Der weitere Zeitplan des Projekts hängt nun von einem reibungslosen Ablauf der anstehenden Bauphasen ab.