Baustart für Europas neues Mega-Rechenzentrum bei Berlin mit 400 Megawatt Leistung
Hans D. FinkeBaustart für Europas neues Mega-Rechenzentrum bei Berlin mit 400 Megawatt Leistung
Baubeginn für neues Großrechenzentrum in Nauen bei Berlin
Offiziell haben die Bauarbeiten für einen bedeutenden neuen Rechenzentrums-Campus in Nauen nahe Berlin begonnen. Das von dem Betreiber maincubes geleitete Projekt stellt einen wichtigen Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Region dar. Nach seiner Fertigstellung wird der Standort Europas Bemühungen stärken, die Abhängigkeit von importierter Technologie zu verringern.
In der ersten Phase entstehen ein 110-Kilovolt-Umspannwerk sowie eine sechs Kilometer lange Hochspannungsleitung. Diese Infrastruktur soll den Energiebedarf des Geländes decken, bevor das erste Rechenzentrum Ende 2027 in Betrieb geht. Die anfängliche Leistungskapazität beträgt 200 Megawatt, mit Plänen, diese in Zukunft zu verdoppeln.
Der vollständige Campus wird aus sechs baugleichen Gebäuden bestehen, die bis 2028 alle betriebsbereit und ans Stromnetz angeschlossen sein sollen. Das Gelände, früher landwirtschaftlich genutzt, ist nun Teil eines wachsenden Digitalstandorts im Berliner Raum. Verantwortliche betonen, dass das Projekt einen Schritt hin zu mehr digitaler Souveränität Europas darstellt – bisher stammt der Großteil der Infrastruktur von außerhalb des Kontinents.
Das Rechenzentrum in Nauen wird die lokalen Kapazitäten für Datenspeicherung und -verarbeitung deutlich erhöhen. Mit einer potenziellen Leistung von über 400 Megawatt soll es die steigende Nachfrage nach digitalen Diensten bedienen. Zudem unterstützt das Vorhaben das übergeordnete Ziel, Europas technologische Eigenständigkeit im Infrastruktursektor auszubauen.






