25 June 2026, 14:16

Bauwirtschaft 2024: Wohnungsbau wächst trotz steigender Materialkosten und stagnierender Gesamtumsätze

Turnaround noch ausstehend

Bauwirtschaft 2024: Wohnungsbau wächst trotz steigender Materialkosten und stagnierender Gesamtumsätze

Bauwirtschaft zeigt gemischte Trends zu Beginn des Jahres 2024

Zu Beginn des Jahres 2024 präsentierte sich die Bauwirtschaft mit uneinheitlichen Entwicklungen: Während einige Bereiche wuchsen, stagnierten andere. Besonders der Wohnungsbau stach als einziger Sektor mit steigenden Umsätzen und neuen Aufträgen im Vergleich zum Vorjahr hervor. Gleichzeitig stiegen die Materialkosten bis Mitte 2026 stark an und belasteten die Branche zusätzlich.

Im April 2024 verzeichnete der Wohnungsbau ein nominales Umsatzplus von 7,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Auftragseingänge in diesem Segment legten sogar um 8,9 Prozent zu. Damit war er der einzige Bereich im Nichtwohnungsbau, der in beiden Kategorien Zuwächse verbuchen konnte.

Auch der öffentliche Bau verzeichnete ein Wachstum: Die Umsätze stiegen im April 2024 um 5,3 Prozent. Der Gewerbe- und Industriebau trug ebenfalls zur positiven Entwicklung bei und meldete ein Umsatzplus von 6,8 Prozent sowie einen Anstieg der neuen Aufträge um 2,6 Prozent. Als Haupttreiber des Umsatzwachstums in allen drei zentralen Segmenten galt der Tiefbau.

Trotz dieser Fortschritte blieb der kumulierte Umsatz der gesamten Bauwirtschaft in den ersten vier Monaten des Jahres 2024 jedoch unverändert. Die Auftragseingänge im gesamten Sektor stiegen im gleichen Zeitraum immerhin um 1,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

Bis Mai 2026 waren die Materialkosten deutlich angestiegen. Besonders stark kletterten die Preise für Bitumen – um 31,2 Prozent –, was vor allem auf die Konflikte in der Straße von Hormus zurückzuführen war. Auch Holz, Metalle, mineralische Baustoffe und Transportbeton verbuchten erhebliche Preisanstiege.

Die Bauwirtschaft bleibt ein wichtiger Stützpfeiler für die wirtschaftliche Erholung. Doch die steigenden Materialkosten und das ungleichmäßige Wachstum in den verschiedenen Segmenten unterstreichen die Notwendigkeit gezielter politischer Maßnahmen. Wie die Branche sich weiterentwickelt, hängt davon ab, wie diese Herausforderungen bewältigt werden.

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