Bergische Städte planen gemeinsam bessere Seniorenpolitik für mehr Selbstständigkeit im Alter
Hans D. FinkeBergische Städte planen gemeinsam bessere Seniorenpolitik für mehr Selbstständigkeit im Alter
Vertreter der Kommunalverwaltungen aus fünf bergischen Städten trafen sich kürzlich, um über die Bedürfnisse älterer Bürgerinnen und Bürger zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche standen gemeinsame Herausforderungen sowie die Bedeutung der Seniorenbeiräte als Brücke zwischen Behörden und der älteren Generation. Delegationen aus Radevormwald, Mettmann, Haan, Remscheid und Solingen nahmen an dem Austausch teil.
Die Bergische Runde diente als Plattform, um Ideen zur Seniorenpolitik zu diskutieren. Ein zentrales Anliegen war die Förderung eines möglichst langen selbstständigen Lebens im Alter. Der Ausbau von Unterstützungsnetzwerken und die Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum wurden ebenfalls intensiv erörtert.
Barrierefreiheit umfasste dabei nicht nur physische Hindernisse, sondern auch den Zugang zu digitalen und klassischen Bezahlsystemen. Zwar wurden keine konkreten Digitalprojekte vorgestellt, doch wurde der Bedarf nach besserer technischer Teilhabe deutlich. Radevormwald berichtete über eine laufende Umfrage unter rund 3.000 Senioren, um deren Meinungen und Bedürfnisse zu erfassen.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Herausforderungen in den einzelnen Kommunen frappierend ähnlich sind. Der nächste Bergische Seniorentag findet im April 2028 in Wuppertal statt und steht unter dem Motto "Prävention". Ein weiteres Treffen der Bergischen Runde ist bereits für den 21. Mai 2026 geplant.
Die Gespräche unterstrichen die Rolle der Seniorenbeiräte als wichtiges Bindeglied zwischen Verwaltung und älteren Bürgern. Künftige Veranstaltungen wie der Seniorentag 2028 werden sich weiterhin mit Themen wie Selbstständigkeit, Barrierefreiheit und Unterstützung beschäftigen. Die laufende Umfrage in Radevormwald soll konkrete Daten liefern, um politische Maßnahmen zielgerichtet zu gestalten.






