13 June 2026, 00:21

"Berlin ist Kultur": Kampagne fordert mehr Geld und Aufmerksamkeit vor der Wahl

Welchen Weg für die Kultur?

"Berlin ist Kultur": Kampagne fordert mehr Geld und Aufmerksamkeit vor der Wahl

Eine neue Kulturinitiative drängt auf Veränderung vor der Berliner Wahl

Die Kampagne „Berlin ist Kultur“ hat eine Aktionswoche gestartet, um die politischen Debatten vor der anstehenden Berliner Wahl zu beeinflussen. Ihr Ziel: Die Kulturförderung soll zu einem zentralen Thema für Wähler:innen und Kandidat:innen werden.

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Die Initiative hat für die Bewerber:innen sogenannte „Wahl-Lackmustests“ eingeführt, darunter die Selbstverpflichtung „Kunstbildung stärken!“ Zudem will sie den Slogan #deineStimmefürKultur in der ganzen Stadt verbreiten. Kern der Forderungen ist die „Berliner Erklärung“, die verlangt, dass drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur bereitgestellt und stabile Förderstrukturen für die Kunstszene geschaffen werden.

Bei einer aktuellen Veranstaltung trafen sich prominente Vertreter:innen aus Politik und Kultur. Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, kritisierte die jüngsten Kürzungen im Kulturbereich als kurzsichtig. Er warnte zudem vor der drohenden Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße. Tom Streidel, Tischler am Maxim Gorki Theater, äußerte die Befürchtung, das Theater könnte zugunsten der Opernstiftung zerschlagen werden. Gabi Dan Droste, Leiterin des FELD Theaters, verglich den Kampf des Hauses mit dem Mythos von Ikarus – die Kürzungen führten demnach zu seinem Absturz.

Auch Politiker:innen beteiligten sich an der Diskussion. Neben der Linken-Bezirksverordneten Katharina Marg nahmen Ronja Losert und Bertram von Boxberg, die Fraktionsvorsitzenden der Grünen, teil. Reese erzählte eine persönliche Anekdote: Ein Theaterbesuch in Paderborn mit 14 Jahren habe sein Leben verändert.

Die Initiative will Kandidat:innen unter Druck setzen, der Kulturförderung Priorität einzuräumen. Zu den zentralen Forderungen gehören ein fester Prozentsatz im Haushalt und sichere Finanzierung für Berlins Kunst- und Kulturszene. Die Kampagne soll sicherstellen, dass Kultur während des gesamten Wahlkampfs sichtbar und präsent bleibt.

Quelle