31 March 2026, 00:20

Bierstadts Kerbfest wird zum Symbol des Widerstands gegen Bebauungspläne

Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt, mit Menschen, die Biergläser halten und einem Fass im Hintergrund, mit deutschem Text unten.

Bierstadts Kerbfest wird zum Symbol des Widerstands gegen Bebauungspläne

Das jährliche Kerbfest in Bierstadt brachte die Gemeinschaft am vergangenen Wochenende wieder zusammen

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand der Fichteplatz, ein Ort, der für die Anwohner als Symbol ihrer Nachbarschaftsidentität von großer Bedeutung ist. Dr. Gerhard Obermayr, der Stadtratpräsident und gebürtige Bierstadter, eröffnete das Fest mit einer Rede, die bei den Bewohnern tiefen Anklang fand.

Die Kerb-Tradition in Bierstadt hat sich längst von ihren bescheidenen Anfängen als Erntedankfest im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Gemeinschaftsereignis entwickelt. Im 21. Jahrhundert spiegelt das Fest die Wandlung des Stadtteils wider. In den 1970er- und 1980er-Jahren, als Eschborn in der Nähe Frankfurts wuchs, wurden sogar städtebauliche Diskussionen in das Programm aufgenommen. In jüngerer Zeit hat das Fest moderne Themen wie Nachhaltigkeit aufgegriffen – etwa mit der Einführung umweltfreundlicher Bierzelte im Jahr 2010 oder politischen Ständen, die sich mit der lokalen Identität angesichts der Vorstädterisierung auseinandersetzen.

Der Fichteplatz war an diesem Tag von Menschen gefüllt und strahlte eine lebendige Atmosphäre aus. Obermayr, der auf der Bühne von Dr. Patricia Becher (Leiterin des Stadtamts), Bezirksvorsteher Rainer Volland, Jasmin I. (der Bembel-Fee) und Viktoria I. (der Blumenkönigin von Naurod) begleitet wurde, sprach leidenschaftlich über seine Kindheit in Bierstadt und betonte den starken Gemeinschaftssinn, der den Stadtteil prägt.

Seine Rede nahm eine entschlossene Wendung, als er erklärte, dass weitere Baumaßnahmen am Fichteplatz gestoppt werden müssten. Die Menge brach in Applaus aus, als er unterstrich, dass der Platz nicht nur ein städtebauliches Projekt sei, sondern ein Ort der Begegnung. Er erwähnte auch Silke, eine Anwohnerin, die nach Fehmarn aufbricht, und teilte seine Liebe zu Bierstadt mit dem Publikum. Mit den Worten "Mir san mir" ("Wir sind, wie wir sind") schloss er seine Rede und verstärkte damit das Gefühl von Stolz und Zugehörigkeit, das die Bewohner für ihren Stadtteil empfinden.

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Das Fest war weit mehr als nur das traditionelle Fassanstich-Ritual. Es entwickelte sich zu einer Feier des Bierstadter Geistes, die Tradition mit der sich wandelnden Identität des Stadtteils verband.

Obermayrs Ankündigung, die Bebauung des Fichteplatzes zu stoppen, markierte einen prägenden Moment des Festes. Die Reaktion der Menge zeigte, wie sehr die Anwohner den Platz als Gemeinschaftsraum schätzen. Mit seiner Mischung aus Geschichte, modernen Themen und lokalem Stolz bewies das Kerbfest einmal mehr seine Bedeutung für die gemeinsame Identität Bierstadts.

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