28 April 2026, 00:24

BNM fordert radikale Kehrtwende in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Elektromobilität

Luftaufnahme eines Solarparks mit Panelen, umgeben von Bäumen, Gras, Wasser und einer nahen Bahnschiene.

BNM fordert radikale Kehrtwende in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Elektromobilität

Bundesverband Neue Mobilität (BNM) drängt auf grundlegende Reformen in Energie- und Verkehrspolitik

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Der Bundesverband Neue Mobilität (BNM) fordert weitreichende Änderungen in der deutschen Energie- und Verkehrspolitik. In einem neuen Positionspapier plädiert der Verband für einen Abschied von den Fördergeldern für Hybridfahrzeuge und eine stärkere Konzentration auf rein batteriebetriebene Lösungen. Die Organisation argumentiert, dass eine konsequente Elektrifizierung wirtschaftliche Stabilität bringe und die Abhängigkeit von volatilen globalen Märkten verringere.

Der BNM besteht darauf, dass Deutschland seine Mobilitätsstrategie neu ausrichten müsse, um batterieelektrische Antriebe in den Vordergrund zu stellen. Die Subventionen für Hybridfahrzeuge sollten dem Verband zufolge gestrichen werden, da sie den Fortschritt hin zu sauberem Verkehr bremsen. Stattdessen schlägt der BNM eine dauerhafte Umweltprämie für Benzin- und Dieselwagen vor – kombiniert mit einem Verbot von Verbrennern in den Fuhrparks des öffentlichen Sektors.

Zudem fordert der Verband gerechtere Preise beim Laden: Öffentliche Ladesäulen sollten nicht teurer sein als private Wallboxen. Mieter:innen und Arbeitnehmer:innen müssten ein gesetzlich verankertes Recht auf Ladeinfrastruktur erhalten, um den Zugang zu erleichtern. Thomas Mertens, Mitglied des technischen Vorstands des BNM, betonte, dass die Elektromobilität Deutschland vor unberechenbaren Spritpreisen und Lieferkettenstörungen schützen werde.

Um die Wende zu beschleunigen, pocht der BNM auf einen rascheren Ausbau erneuerbarer Energien und Speicherkapazitäten. Die Förderung von Solarstrom müsse erhalten und ausgeweitet werden, während die Regelungen für selbst genutzten Strom verbessert werden müssten. Geschäftsführerin Anja Quast unterstrich, dass die richtigen Rahmenbedingungen entscheidend für eine erfolgreiche Energiewende seien.

Kritik übt der Verband an Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), der unnötige Kosten verursachen könnte. Stattdessen setzt sich der BNM für digitale Lösungen ein, um Prozesse zu vereinfachen und Ausgaben zu senken.

Ziel der BNM-Vorschläge ist es, die Elektromobilität zum Grundpfeiler der deutschen Verkehrs- und Energiezukunft zu machen. Durch den Abbau von Hybridförderungen, den Ausbau erneuerbarer Energien und faire Lademöglichkeiten solle das Land eine größere Energieunabhängigkeit erreichen. Gleichzeitig soll die Strategie die Kosten für Verbraucher:innen senken und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beschleunigen.

Quelle