19 April 2026, 18:19

Bremen verlangt vom Bund härteres Durchgreifen gegen Gewalt im ÖPNV

Schriftzug an einer Zugtür, der Passagiere auffordert, im öffentlichen Verkehr eine Gesichtsbedeckung zu tragen, mit Text über mögliche Fahrverweigerung oder Bußgelder bei Nichtbefolgung, innerhalb eines Glasfensters.

Bremen verlangt vom Bund härteres Durchgreifen gegen Gewalt im ÖPNV

Bremen fordert Bund zu härterem Vorgehen gegen Gewalt im ÖPNV auf

Die Hansestadt Bremen hat die Bundesregierung aufgefordert, entschlossener gegen die steigende Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln vorzugehen. Nach über 3.200 registrierten Angriffen auf Beschäftigte im Nah- und Fernverkehr im vergangenen Jahr bundesweit pocht die Stadt auf mehr Personal, schärfere Strafen und bessere Polizeihilfe.

Hintergrund ist ein alarmierender Anstieg von Übergriffen auf Bahn- und Busmitarbeiter:innen. Stadtvertreter:innen betonen, dass rein technische Lösungen wie Kameras oder digitale Tickets Angriffe nicht im Moment verhindern könnten. Özlem Ünsal, Bremens Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, bezeichnete diese Maßnahmen als unzureichend für den unmittelbaren Schutz der Beschäftigten.

Bremen fordert unter anderem höhere Strafen für Täter:innen sowie ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern in Bahnhöfen. Zudem verlangt die Stadt mehr Bundespolizist:innen auf Zügen und Bahnhöfen. Zusätzlich soll die Polizei schneller auf Vorfälle reagieren können – etwa durch direkten Zugriff auf Videoaufzeichnungen aus den Fahrzeugen.

Obwohl Bremen den neuen Bahn-Sicherheitsplan der Bundesregierung grundsätzlich unterstützt, mahnt die Stadt klare Zuständigkeiten an. Gefordert wird ein flexibler Einsatz von zusätzlichem Personal, insbesondere an Brennpunkten mit erhöhtem Risiko.

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Ziel der Vorschläge ist es, die Gewalt einzudämmen und die Sicherheit der Verkehrsmitarbeiter:innen zu verbessern. Bei Umsetzung würden die Maßnahmen die Polizeipräsenz erhöhen, die Sicherheitsvorkehrungen verschärfen und schnellere Einsatzzeiten gewährleisten. Noch steht jedoch aus, wie die Bundesregierung auf Bremens Forderungen reagieren wird.

Quelle