24 April 2026, 12:22

Bundestag beschließt 1.000-Euro-Entlastungsbonus für Arbeitnehmer bis 2027

Schwarzes Lederpatch mit rotem Kreuz-Logo beschriftet mit "Bundeswehrkrankenhaus München".

Bundestag beschließt 1.000-Euro-Entlastungsbonus für Arbeitnehmer bis 2027

Der Deutsche Bundestag hat einen neuen steuerfreien Entlastungsbonus für Arbeitnehmer beschlossen. Die Maßnahme ermöglicht es Arbeitgebern, bis zu 1.000 Euro pro Mitarbeiter ohne Abgaben zu zahlen. Sie ist Teil eines umfassenderen Pakets, das die wirtschaftlichen Belastungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran abfedern soll.

Der Bonus kann bis zum 30. Juni 2027 in Anspruch genommen werden. Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, ihn anzubieten, doch denen, die es tun, bietet sich die Möglichkeit, ihre Belegschaft in der anhaltenden finanziellen Krise zusätzlich zu unterstützen. Der Entlastungsbonus knüpft an frühere Programme an, die während der Coronavirus-Pandemie und der Energiekrise eingeführt wurden. Sein Aufbau ähnelt früheren Initiativen, mit denen Haushaltseinkommen in Zeiten stark steigender Kosten gestärkt werden sollten. Die Regierung schätzt, dass die Maßnahme bis zu 2,8 Milliarden Euro kosten wird, die durch höhere Tabaksteuern finanziert werden sollen.

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Zusätzlich zum Bonus soll der Bundestag eine temporäre Senkung der Kraftstoffsteuer um 16,7 Cent pro Liter beschließen. Die Ermäßigung gilt vom 1. Mai bis zum 30. Juni und wird die Staatsausgaben um 1,6 Milliarden Euro erhöhen. Kritiker, darunter Oppositionsparteien und Umweltschutzorganisationen, monieren, dass die Steuersenkung Klimaziele untergräbt und langfristige Probleme kaum löst.

Stefan Nacke, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion, warnte, dass kurzfristige Entlastungen tiefgreifende Sozialreformen in den Hintergrund drängen könnten. Er äußerte die Befürchtung, dass der Fokus auf Boni und Steuersenkungen notwendige strukturelle Wirtschaftsreformen verzögern könnte.

Die kombinierten Kosten für Bonus und Kraftstoffsteuersenkung belaufen sich auf rund 4,4 Milliarden Euro. Die Regierung plant, einen Teil der Ausgaben durch die Erhöhung der Tabaksteuer auszugleichen. Arbeitgebern steht es nun frei, ihre Mitarbeiter mit steuerfreien Zahlungen zu unterstützen – die Teilnahme bleibt jedoch freiwillig.

Quelle