31 March 2026, 20:19

Bundeswehr plant Milliarden-Deal für Rheinmetalls Raider-Kamikaze-Drohnen

Schwarz-weißes Papier mit dem Titel "Vast German War Material Surrendered to Allies" mit detaillierten Illustrationen von übergebenen deutschen Kriegsfahrzeugen, Schiffen und Ausrüstung.

Bundeswehr plant Milliarden-Deal für Rheinmetalls Raider-Kamikaze-Drohnen

Das deutsche Verteidigungsministerium treibt die Pläne zum Kauf von Loitering Munitions vom Rüstungskonzern Rheinmetall voran. Der geplante Deal im Wert von knapp 300 Millionen Euro soll die deutsche Arsenale um sogenannte Kamikaze-Drohnen vom Typ Raider erweitern. Das Ministerium hat nun den Haushaltsausschuss des Bundestags um die Freigabe der Mittel gebeten.

Das Raider-System wird als "bahnbrechende Neuentwicklung" beschrieben, die mit bestehenden Drohnen der Hersteller Helsing und Stark kompatibel sein soll. Rheinmetalls Auftrag umfasst nicht nur die Drohnen selbst, sondern auch Bodenstationen, Schulungsmaterialien, Simulatoren sowie die anfängliche Ausbildung der Bedienkräfte.

Der gesamte Rahmenvertrag mit Rheinmetall könnte sich langfristig auf bis zu 2,387 Milliarden Euro belaufen. Für den Start des Projekts hat das Ministerium zunächst 25 Millionen Euro beantragt. Allerdings muss das Unternehmen bis Ende April 2027 alle Qualifikationsanforderungen erfüllen – andernfalls droht der Deal zu platzen.

Deutschlands Schritt folgt einem globalen Trend. Indien, China und die USA setzen bereits ähnliche Systeme ein: Indien bestellte im Dezember 2024 insgesamt 480 dieser Waffen, während China seine Arsenale modernisiert hat. Die USA nutzen Drohnen wie die Switchblade von AeroVironment im Kampfeinsatz. Derweil setzte der Iran Loitering Munitions gegen US-Radaranlagen im Golf ein. Portugal demonstrierte zudem Angriffsdrohnen während der NATO-Übung Strong Impact 2026 im März 2026.

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Sollte der Kauf genehmigt werden, würden die Raider-Drohnen die unbemannten Fähigkeiten der Bundeswehr deutlich ausbauen. Die erste Bestellung über 300 Millionen Euro markiert den Auftakt eines mehrjährigen Programms im Milliardenbereich. Rheinmetalls Erfolg hängt davon ab, ob das Unternehmen die strengen Fristen und Leistungsvorgaben bis zum Frühjahr 2027 einhält.

Quelle