CDU Solingen fordert dringende Mobbing-Untersuchung in Schulen und Kitas
Hans D. FinkeCDU Solingen fordert dringende Mobbing-Untersuchung in Schulen und Kitas
Die Solinger CDU drängt auf eine genauere Untersuchung von Mobbing in örtlichen Schulen und Kitas. Die Partei macht sich Sorgen über die Häufigkeit, mit der Kinder – sowohl persönlich als auch im Internet – Schikanen ausgesetzt sind. Ihr Antrag wird nun von zwei wichtigen städtischen Ausschüssen geprüft und rückt das Thema damit in den Mittelpunkt der politischen Debatte.
Die CDU-Forderung konzentriert sich auf mehrere zentrale Punkte. Die Partei möchte wissen, wie viele Kinder in Solingen von Mobbing betroffen sind und welche Maßnahmen bereits zur Prävention ergriffen werden. Zudem sollen die Personalschlüssel in Kitas und Grundschulen überprüft werden, um zu bewerten, ob ausreichend Unterstützung vorhanden ist.
Bundesweite Studien unterstreichen das Ausmaß des Problems. Laut PISA 2022 geben 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland an, mehrmals im Monat gemobbt zu werden. Übertragen auf Solingen wären das etwa 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler. Eine weitere Studie der Techniker Krankenkasse zeigt, dass jedes sechste Schulkind bundesweit bereits Mobbing erlebt hat. Auch Cybermobbing nimmt zu: 16,7 Prozent der 8- bis 21-Jährigen in Deutschland sind betroffen – das entspricht potenziell 1,8 Millionen Kindern.
Die CDU hinterfragt zudem, wie wirksam die bestehenden Präventionsprogramme sind. Sie fordert detaillierte Angaben zu den Kriterien, mit denen der Erfolg dieser Maßnahmen gemessen wird. Während die bundesweiten Daten ein besorgniserregendes Bild zeichnen, gibt es für Solingen keine lokalen Statistiken darüber, wie viele Kinder aufgrund von Mobbing oder digitaler Gewalt medizinische oder therapeutische Hilfe benötigten.
Der Antrag wird nun in zwei städtischen Gremien beraten, sodass das Thema auf der politischen Agenda Solingens bleibt. Die CDU erhofft sich daraus stärkere Präventionsbemühungen und klarere Daten zum Mobbing in örtlichen Schulen. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen wird erwartet, sobald die Ausschüsse die Ergebnisse ausgewertet haben.






