Chaos beim Fusion-Festival: Brände, Krawalle und eine Not-Evakuierung
Hans D. FinkeChaos beim Fusion-Festival: Brände, Krawalle und eine Not-Evakuierung
Fusion-Festival bei Neustrelitz: Brände, Ausschreitungen und vorübergehende Abschaltung
Das diesjährige Fusion-Festival in der Nähe von Neustrelitz wurde von Zwischenfällen und einer vorübergehenden Unterbrechung überschattet. Ein Brand am Donnerstagabend zwang alle 65.000 Besucher:innen, auf einen nahegelegenen Flugplatz auszuweichen. Seitdem koordinieren die Behörden die geordnete Abreise der Festivalbesucher.
Die Abschaltung des Festivals erfolgte nach Ausbruch mehrerer Brände, die sofortiges Handeln erforderten. Während der Evakuierung zum Flugplatz kam es zu mehreren Vorfällen, darunter die Verwüstung eines mobilen Polizeipostens. Unbekannte besprühten die Außenwände mit Graffiti, und ein Beamter, der die Schäden filmte, wurde angegriffen und leicht verletzt. Die Polizei schätzt den Sachschaden durch die Vandalenakte auf etwa 500 Euro.
Die Sicherheitskräfte waren während des gesamten Events mit einem großen Aufgebot präsent. Rund 70 Bundespolizist:innen waren am Bahnhof Neustrelitz im Einsatz. Bei Verkehrskontrollen stellten die Beamten 48 Fälle von Drogenfahrten fest. Zudem wurden zehn Straftaten und ein Ordnungswidrigkeitsverstoß dokumentiert.
Ein besonderer Fokus lag auf drogenbezogenen Vorfällen. Die Behörden erstatteten acht Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes oder -handels. Zollbeamte leiteten 24 Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz und dem Cannabiskonsumgesetz ein.
Die Veranstalter kündigten an, dass die Abreise aller Besucher:innen bis Mittwoch abgeschlossen sein werde. Die Polizei ermittelt weiterhin zu den Vorfällen, darunter der Angriff auf den Beamten und die Sachbeschädigung. Die vorübergehende Abschaltung des Festivals und die anschließenden Ereignisse haben bei den Behörden große Aufmerksamkeit ausgelöst.
