25 June 2026, 12:14

CISPA in Saarbrücken unter Verdacht: Chinesische Wissenschaftsspionage erschüttert Helmholtz-Zentrum

Verdacht auf akademische Spionage

CISPA in Saarbrücken unter Verdacht: Chinesische Wissenschaftsspionage erschüttert Helmholtz-Zentrum

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken steht vor schweren Vorwürfen. Eine aktuelle Untersuchung des Handelsblatt deutet auf eine mögliche Verstrickung in chinesische Wissenschaftsspionage hin. Das Institut, einst gefeiert als führendes Forschungszentrum des Saarlandes, gerät nun zunehmend unter Druck.

CISPA wurde 2019 in die Helmholtz-Gemeinschaft aufgenommen und entwickelte sich rasant zu einem der wichtigsten Akteure in der Cybersicherheitsforschung. Zudem waren Pläne für einen Neubau im Wert von 350 Millionen Euro bereits in der Umsetzung.

Bedenken kamen auf, nachdem Berichte auf ungewöhnliche Personalstrukturen in einigen Forschungsgruppen hinwiesen. In einer Gruppe stammten 18 von 19 Mitgliedern aus China. Eine weitere Gruppe bestand ausschließlich aus chinesischen Wissenschaftler:innen, von denen einige Verbindungen zur Rüstungsindustrie Chinas aufwiesen.

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Der wissenschaftliche Direktor Michael Backes wurde vorläufig von seinen Aufgaben entbunden, während die Vorwürfe geprüft werden. Er selbst unterstützte diese Maßnahme öffentlich und begrüßte eine Sonderprüfung. Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hat einen unabhängigen Ermittler mit einer umfassenden Überprüfung beauftragt.

Die Sonderprüfung soll das Ausmaß etwaiger Verstöße klären. Die Ergebnisse könnten weitreichende Folgen für den Ruf von CISPA und seine künftigen Projekte haben. Die Untersuchung soll insbesondere aufdecken, ob sensible Daten oder Fachwissen nach China transferiert wurden.

Quelle