16 March 2026, 16:24

Deutsche Bahn droht mit Streichung von Zugverbindungen in Bayern wegen maroder Gleise

Eine alte, verrostete Schienenstrecke verläuft durch eine Stadt, umgeben von Gebäuden mit Fenstern, Pfählen, Pflanzen und einem Zaun.

Marode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Deutsche Bahn droht mit Streichung von Zugverbindungen in Bayern wegen maroder Gleise

Deutsche Bahn könnte Zugverbindungen in Bayern streichen – marode Schieneninfrastruktur als Grund

Aufgrund des zusehends verfallenen Schienennetzes in Bayern erwägt die Deutsche Bahn, Zugverbindungen in der Region einzustellen. Die möglichen Streichungen sind das Ergebnis jahrelanger Unterfinanzierung; mit einer vollständigen Sanierung der Infrastruktur wird erst in einem Jahrzehnt gerechnet. Mittlerweile haben Landespolitiker Alarm geschlagen und warnen vor den Folgen für Fahrgäste und den lokalen Nahverkehr.

Die Pläne wurden nach einem Treffen zwischen Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla und dem CSU-Verkehrsexperten Jürgen Baumgärtner bekannt. Baumgärtner brachte die Gespräche im Landtag zur Sprache und betonte die Dringlichkeit der Lage. Das Unternehmen selbst hat bisher keine offizielle Stellungnahme abgegeben, kündigte jedoch an, noch diese oder Anfang nächster Woche eine Entscheidung bekannt zu geben.

Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) zeigte sich entschlossen, Streckensperrungen wo immer möglich zu verhindern. Bereits zuvor hatte er einen Vorschlag der Bahn abgelehnt, die Strecke München–Rosenheim 2028 langfristig stillzulegen. Auch die Grünen fordern nun Taten und drängen die Staatsregierung, die Mittel für Instandsetzungsarbeiten aufzustocken.

Das bayerische Schienennetz leidet seit Jahren unter Vernachlässigung. Experten warnen, dass mindestens ein weiteres Jahrzehnt nötig sein werde, um es wieder in einen zuverlässigen Zustand zu versetzen. Der aktuelle Zustand der Gleise lässt den Betreibern kaum Spielraum – die Wartungsrückstände häufen sich.

Innerhalb weniger Tage wird die Deutsche Bahn über die konkreten Streichungen entscheiden. Sollten sie umgesetzt werden, wären tausende Pendler täglich betroffen. Die Landesregierung steht nun unter Druck, zusätzliche Gelder zu mobilisieren und die Sanierung des Netzes zu beschleunigen.

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