Deutschland hält Grenzkontrollen trotz WM-Fieber aufrecht – 35.000 Abweisungen und 9.000 Festnahmen
Margot RudolphDeutschland hält Grenzkontrollen trotz WM-Fieber aufrecht – 35.000 Abweisungen und 9.000 Festnahmen
Deutschland wird seine Grenzkontrollen aufgrund der anhaltenden internationalen Spannungen aufrechterhalten. Seit ihrer Einführung wurden an den Einreisestellen etwa 35.000 Menschen abgewiesen. Unterdessen hat Innenminister Alexander Dobrindt vor der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft Sicherheitsbedenken angesprochen.
Die vorübergehenden Grenzkontrollen haben bereits zu erheblichen Durchsetzungsmaßnahmen geführt: Fast 9.000 Personen mit ausstehenden Haftbefehlen wurden festgenommen, ebenso wie über 1.400 mutmaßliche Schleuser. Dobrindt bestätigte, dass diese Maßnahmen vorerst fortgesetzt werden.
Mit Blick auf die Weltmeisterschaft spielte der Minister Befürchtungen herunter, der Konflikt im Iran könnte Fanveranstaltungen in Deutschland beeinträchtigen. Er versicherte der Öffentlichkeit, das Land bleibe sicher, und kündigte zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen für Großveranstaltungen an – darunter Fanmeilen und das Oktoberfest.
Auf die Frage, ob das Turnier die nationale Stimmung verbessern könnte, blieb Dobrindt zurückhaltend. Zwar könnte ein starker Auftritt der deutschen Mannschaft die Laune heben, doch ein frühes Ausscheiden hätte vermutlich den gegenteiligen Effekt. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich und sagte voraus, dass die Mannschaft das Finale erreichen werde.
Die Grenzkontrollen bleiben aktiv, während Deutschland die globale Entwicklung beobachtet. Die Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen, einschließlich der WM-Feiern, hat weiterhin Priorität. Die Regierung konzentriert sich darauf, Stabilität zu wahren und gleichzeitig die Kampagne der Nationalmannschaft zu unterstützen.
