19 March 2026, 10:37

Deutschland will Spritpreise zügeln – mit neuen Regeln und mehr Entlastung für Pendler

Demonstranten mit einem Banner mit der Aufschrift "Kein Grund zu Feiern" gegen deutsche Sparmaßnahmen vor einem Gebäude.

Gewerkschaftsfraktion fordert höhere Kilometergeldzuschläge aufgrund höherer Kraftstoffpreise - Deutschland will Spritpreise zügeln – mit neuen Regeln und mehr Entlastung für Pendler

Deutschland plant neue Maßnahmen, um die stark gestiegenen Spritpreise in den Griff zu bekommen und die finanzielle Belastung für Arbeitnehmer zu verringern. Ein Gesetzentwurf sieht vor, die Häufigkeit von Preiserhöhungen an Tankstellen zu begrenzen, während politische Gruppen höhere Erstattungen für dienstliche Fahrten fordern. Die Änderungen kommen zu einer Zeit, in der die Kraftstoffkosten weit über frühere Niveaus gestiegen sind und Autofahrer sowie Pendler hart treffen.

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Noch vor dem jüngsten Preisschub Ende Februar 2026 lag der Preis für Super E10 in Deutschland bei etwa 1,76 Euro pro Liter, Diesel kostete 1,71 Euro. Diese Sätze waren bereits höher als in vielen ost- und südosteuropäischen Ländern. Doch die jüngsten Steigerungen fallen besonders drastisch aus: Die Dieselpreise stiegen um 44 Prozent, Super E10 verteuerte sich um 29 Prozent – ein Anstieg, der den EU-Durchschnitt von 29 Prozent bei Diesel und 16 Prozent bei Benzin deutlich übertrifft.

Der Gesetzentwurf schlägt nun vor, dass Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich, und zwar mittags, erhöhen dürfen, während Senkungen jederzeit möglich bleiben. Unternehmen, die gegen diese Regel verstoßen, müssen mit Strafen rechnen. Zudem will die Regierung das Kartellrecht verschärfen, um gegen Mineralölkonzerne vorgehen zu können, die überhöhte Preise verlangen.

Unterdessen fordern die Arbeitnehmerflügel von CDU und CSU eine Erhöhung des steuerfreien Kilometergelds. Derzeit liegt die Pauschale bei 30 Cent pro Kilometer für Dienstfahrten mit dem Privatwagen – sie soll auf 38 Cent angehoben werden. Zwei Wege zur Umsetzung werden diskutiert: eine Änderung des Bundesreisekostengesetzes oder eine Anbindung an das bereits höhere Pendlerpauschale.

Ein weiterer Vorschlag ist ein steuerfreies Mobilitätszuschlag, der über Tarifverhandlungen ausgehandelt wird, um Beschäftigte mit hohen Fahrtkosten zu entlasten.

Falls die neuen Regeln verabschiedet werden, würden tägliche Preissprünge an Tankstellen eingeschränkt und schärfere Sanktionen bei Verstößen eingeführt. Arbeitnehmer könnten zudem höhere Fahrtkostenerstattungen erhalten, was die Belastung durch die steigenden Spritpreise zumindest teilweise abfedern würde. Die Vorschläge warten nun auf weitere Debatten und eine mögliche Umsetzung.

Quelle