DFB bleibt bei WM 2026 politisch zurückhaltend – doch nicht ganz stumm
Elfriede WielochDFB bleibt bei WM 2026 politisch zurückhaltend – doch nicht ganz stumm
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat seine zurückhaltende Haltung zu politischen Fragen im Vorfeld der bevorstehenden FIFA-Weltmeisterschaft bekräftigt. DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte, dass der Verband seinen Fokus weiterhin auf den Sport selbst richte. Gleichzeitig räumte er ein, dass Fußball nicht losgelöst von gesellschaftlichen Realitäten existiere.
Neuendorf erklärte, der DFB werde nicht zu jeder politischen Entwicklung in den Gastgeberländern Mexiko, Kanada und den USA Stellung nehmen. Eine solche Zurückhaltung sei in unruhigen Zeiten angemessen, argumentierte er. Der Verband stehe jedoch in engem Austausch mit dem Auswärtigen Amt und anderen Behörden, um die Lage in den Gastgeberländern zu beobachten.
Der DFB-Präsident unterstrich, dass für den Verband der Fußball im Mittelpunkt stehe. Zugleich machte er deutlich, dass sich die Organisation weiterhin zu ihren Werten – darunter Freiheit, Demokratie und Toleranz – bekenne. Neuendorf stellte klar, dass Hass, Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus im Fußball keinen Platz hätten. Vielmehr sei der Sport eine Kraft der Einheit und nicht der Spaltung.
Der DFB werde seinen Schwerpunkt auf sportliche Belange legen, bei Bedarf aber auch politische Realitäten thematisieren und an seinen Prinzipien festhalten. Die Haltung des Verbandes spiegle sein Engagement für den Fußball wie auch für seine grundlegenden Werte wider.
