23 May 2026, 02:27

Dobrindt lehnt Warnungen vor AfD-Machtzuwachs nach Ost-Wahlen ab

Inneres: Dobrindt warnt vor AfD-Putschphantasien

Dobrindt lehnt Warnungen vor AfD-Machtzuwachs nach Ost-Wahlen ab

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat Warnungen vor einem möglichen Machtzugriff der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) nach den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland zurückgewiesen. Im Vorfeld der Wahlen im September argumentierte er, solche Befürchtungen seien übertrieben und nicht durch belastbare Belege gestützt.

Dobrindt stellte die Notwendigkeit infrage, sich auf eine unwahrscheinliche Alleinregierung der AfD vorzubereiten. Zudem lehnte er Vorschläge ab, der Partei im Falle eines Regierungsantritts auf Landesebene den Zugang zu sensiblen Sicherheitsinformationen zu verwehren. Seine Äußerungen erfolgten, nachdem Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) vor einem möglichen „Putsch“ gewarnt hatte – ausgelöst durch die Ankündigung des AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, im Falle eines Wahlsiegs 150 bis 200 Stellen in der Landesverwaltung neu zu besetzen.

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Zwar räumte Dobrindt ein, dass es seit Langem Desinformationskampagnen und ausländische Einflussversuche in sozialen Medien gebe, doch gebe es derzeit keine Anzeichen für eine verstärkte Einmischung im Vorfeld der Wahlen. Betont wurde, dass bisher keine ernsthaften Versuche ausländischer Akteure nachweisbar seien, in den Wahlprozess einzugreifen.

Stattdessen forderte der Minister eine proaktive politische Gegenstrategie, um dem Aufstieg der AfD zu begegnen. Gleichzeitig kritisierte er die Fixierung auf „Untergangsszenarien“ und argumentierte, dass fundierte politische Entscheidungen jederzeit getroffen werden könnten – und nicht erst als Reaktion auf Wahlergebnisse.

Dobrindts Aussagen relativieren zwar akute Bedrohungen, unterstreichen aber die anhaltenden Sorgen vor gezielter Desinformation. Angesichts der noch Monate entfernten Landtagswahlen signalisiert seine Haltung Vertrauen in die bestehenden Schutzmechanismen. Die Debatte über den möglichen Einfluss der AfD und personelle Veränderungen in der Verwaltung bleibt indes ungelöst.

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