11 February 2026, 16:44

Dresden rüstet sich mit Polizeigroßaufgebot für brisante Gedenkveranstaltungen

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund, während einer Demonstration in einer Stadt.

Polizei mit Großaktion am Freitag und Samstag - Dresden rüstet sich mit Polizeigroßaufgebot für brisante Gedenkveranstaltungen

Dresden bereitet sich auf Großaufgebot der Polizei am Wochenende vor

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An diesem Wochenende steht Dresden vor einer großangelegten Polizeiaktion, wenn die Stadt des 81. Jahrestags ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gedenkt. Zwar ist die Lage weniger angespannt als in den Vorjahren, doch rechnen die Behörden mit mehreren Demonstrationen, Verkehrsbehinderungen und strengen Sicherheitsvorkehrungen in der Innenstadt.

Rechtsextreme Gruppen haben Aufmärsche angemeldet, gleichzeitig sind Gegenproteste geplant. Die Polizei kündigte an, bei Ausschreitungen konsequent einzugreifen.

Am Freitag liegt der Fokus der Einsatzkräfte auf zwei Brennpunkten: dem Neumarkt und dem Dr.-Külz-Ring in der Altstadt, wo rechtsextreme Versammlungen stattfinden sollen. Später am Tag bildet sich am Altmarkt eine Menschenkette als Zeichen gegen die Instrumentalisierung des Gedenktags durch die rechte Szene. Verkehrsbeschränkungen gelten stadtweit, mehrere Parkhäuser in der Innenstadt bleiben geschlossen.

Am Samstag wird ein Aufmarsch rechtsextremer Gruppen um den Bahnhof Dresden-Mitte zwischen 14 und 19 Uhr zu erheblichen Verzögerungen führen. Die Polizei warnte Teilnehmer, wegen Straßensperrungen und spontaner Ansammlungen mehr Zeit für ihre Anreise einzuplanen. Über 30 Beamte koordinieren den Verkehr, zudem gilt ein Drohnenflugverbot aus Sicherheitsgründen.

Verstärkung erhalten die lokalen Kräfte aus acht Bundesländern – Berlin, Baden-Württemberg, Thüringen, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Zudem kommen sächsische Bereitschaftspolizeien und Landeskriminalbeamte zum Einsatz, um eine starke Präsenz in Dresden und Leipzig zu gewährleisten.

Die Behörden betonten, dass Gegenproteste in der Nähe rechtsextremer Veranstaltungen erlaubt seien, solange sie friedlich blieben. Jeder Versuch, die öffentliche Ordnung zu stören, werde jedoch mit schnellem Polizeihandeln beantwortet.

Während der Gedenkveranstaltungen gilt erhöhte Sicherheitsstufe: Straßen werden gesperrt, Parkverbote verhängt, und die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Obwohl die Stimmung weniger aufgeladen ist als in früheren Jahren, bleibt die Stadt in Habachtstellung für mögliche Unruhen. Anwohner und Besucher wurden aufgefordert, sich auf Verkehrsbehinderungen und kurzfristige Änderungen einzustellen.