Erste Rektorin der TU Bergakademie Freiburg bricht 260-jährige Tradition
Hans D. FinkeNeuer Rektor möchte mehr Studenten nach Freiberg locken - Erste Rektorin der TU Bergakademie Freiburg bricht 260-jährige Tradition
Die TU Bergakademie Freiburg hat nach 260 Jahren erstmals eine Rektorin berufen. Jutta Emes trat ihr Amt am 16. Oktober 2025 an, nachdem sie Anfang Februar vom erweiterten Senat der Universität gewählt worden war. Ihre Berufung markiert einen historischen Wandel für die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt.
Die 1765 gegründete Bergakademie Freiburg firmiert seit den frühen 1990er-Jahren als Technische Universität. Vor ihrem Wechsel war Emes als Professorin für Marketing und Medien an der Bauhaus-Universität Weimar tätig. In ihrer fünfjährigen Amtszeit wird sie sich auf zentrale Ziele konzentrieren, darunter die Steigerung der Studierendenzahlen und die Stärkung der europäischen Vernetzung der Einrichtung.
Bereits gestartet wurde eine neue Marketingstrategie, um mehr Bewerberinnen und Bewerber anzuziehen. Zudem plant Emes, die Expertise der Universität im Bereich Künstliche Intelligenz in einem eigenen Kompetenzzentrum zu bündeln. Mit diesen Schritten soll die Hochschule modernisiert werden, ohne dabei ihren langjährigen Ruf in den Bereichen Bergbau und Ingenieurwesen zu gefährden.
Emes’ Berufung bricht mit einer jahrhundertelangen Tradition männlicher Führung an der Universität. Ihre Initiativen in den Bereichen Studierendenrekrutierung, KI-Entwicklung und europäische Zusammenarbeit werden die Ausrichtung der Bergakademie in den kommenden fünf Jahren prägen. Die Veränderungen spiegeln die größeren Bestrebungen wider, die historische Institution an die heutigen akademischen und technologischen Anforderungen anzupassen.