EU führt neue Zollgebühren für Onlinekäufe aus Drittländern ein – was Verbraucher jetzt wissen müssen
Margot RudolphEU führt neue Zollgebühren für Onlinekäufe aus Drittländern ein – was Verbraucher jetzt wissen müssen
EU-Onlinekäufer müssen sich auf höhere Kosten bei Bestellungen aus Drittländern einstellen
Ab dem 1. Juli 2023 werden Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU für Verbraucher in der Europäischen Union teurer. Neue Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuern gelten dann für viele Waren. Mit den Änderungen soll die Besteuerung und Abwicklung von Importen aus Ländern außerhalb des EU-Binnenmarkts vereinheitlicht werden.
Stufenweise Einführung der neuen Regeln Ab dem 1. Juli 2023 steigen zunächst die Kosten für Bestellungen bei Nicht-EU-Händlern. Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro unterliegen vorerst noch den bisherigen Bestimmungen. Doch ab dem 1. November 2026 wird eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie fällig – zusätzlich zur Einfuhrumsatzsteuer. Die genaue Höhe der Gebühr legt die Europäische Kommission bis dahin fest.
Die Maßnahmen gelten so lange, bis alle EU-Mitgliedstaaten in der Lage sind, eingehende Sendungen vollständig zu kontrollieren und abzuwickeln. Bisher werden Waren innerhalb der EU in der Regel nicht mit zusätzlichen Steuern belegt – mit Ausnahme von Produkten wie Kaffee, Alkohol und Tabak.
Verbraucher sollten Vorsicht walten lassen Käufer werden dazu geraten, vor Bestellungen bei unbekannten Händlern die rechtlichen Hinweise und Lieferbedingungen genau zu prüfen. Einkäufe außerhalb der EU bieten oft weniger Verbraucherschutz, etwa bei Rücksendungen. Die Zollverwaltung stellt einen Online-Zollrechner zur Verfügung, mit dem sich mögliche Zusatzkosten abschätzen lassen.
Kleinbestellungen könnten unrentabel werden Durch die neuen Gebühren könnten günstige Artikel deutlich teurer werden. Verbraucher könnten feststellen, dass sich kleine, preiswerte Einkäufe wegen der zusätzlichen Kosten nicht mehr lohnen.
Betroffen sind alle, die bei Nicht-EU-Händlern bestellen Die Änderungen treffen alle, die bei Händlern außerhalb der EU ordern. Besonders bei Waren mit geringem Wert müssen Käufer mit höheren Kosten rechnen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, helfen der EU-Zollrechner und transparente Lieferbedingungen.
