24 March 2026, 10:20

F126-Fregatten: Marine muss bis 2031 auf erste Lieferung warten – Software-Pannen als Hauptgrund

Plakat mit einem Soldaten in Helm und Militäruniform, der eine Waffe hält, mit dem Text "Investiere in die Invasion, Kaufe Kriegsanleihen" und einem entschlossenen Gesichtsausdruck.

F126-Fregatten: Marine muss bis 2031 auf erste Lieferung warten – Software-Pannen als Hauptgrund

Deutschlands F126-Fregattenprogramm erleidet nächsten Rückschlag – Erstauslieferung auf Ende 2031 verschoben

Das F126-Fregattenprogramm der Deutschen Marine steckt in weiteren Turbulenzen: Die Auslieferung des ersten Schiffes verzögert sich nun bis mindestens Ende 2031. Das ursprünglich Jahre früher geplante, rund 10 Milliarden Euro teure Projekt für sechs Fregatten leidet unter anhaltenden Verzögerungen, die vor allem auf Softwareprobleme beim niederländischen Werftkonzern Damen Naval zurückzuführen sind. Unterdessen buhlen die Rüstungsunternehmen RENK und Rheinmetall um Rollen in dem Krisen gezeichneten Programm, während die Unsicherheit bei der Beschaffung das Anlegervertrauen erschüttert.

Das F126-Programm, das die Fähigkeiten der Marine im U-Boot-Abwehrkampf stärken soll, hätte eigentlich bereits früher die erste Fregatte liefern sollen. Doch Software-Schwierigkeiten bei Damen Naval haben den Zeitplan um weitere vier Jahre verlängert – ein Muster, das an frühere Verzögerungen bei anderen Bundeswehr-Projekten erinnert. Trotz der Rückschläge bleibt die Gesamtkostenplanung bei etwa 10 Milliarden Euro für die sechs Einheiten unverändert.

Das Verteidigungsministerium prüft derzeit Rheinmetall als möglichen Hauptauftragnehmer, neben einem weiteren, namentlich nicht genannten Bieter. Eine Entscheidung wird nicht vor Ende April erwartet, doch die Vertragsvergabe könnte bereits im Laufe des Sommers erfolgen. Die zähe Evaluierungsphase hat die Märkte verunsichert: Die Aktien von RENK verloren drei Prozent, während ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) im jüngsten Handel fast sieben Prozent einbüßten.

Finanziell präsentierte RENK hingegen starke Zahlen für 2025: Der Umsatz erreichte mit 1,37 Milliarden Euro einen Rekordwert, der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 101 Millionen Euro. Der Auftragsbestand liegt bei 6,68 Milliarden Euro, und für 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro bei einem bereinigten EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Die Aktionäre können sich zudem über eine 38-prozentige Dividendenerhöhung auf 0,58 Euro pro Aktie freuen, die ab dem 11. Juni 2026 ausgezahlt wird. Der nächste Quartalsbericht folgt am 6. Mai 2026.

Trotz solider Fundamentaldaten notiert die RENK-Aktie jedoch mehr als 40 Prozent unter ihrem Höchststand von Oktober 2025 und bleibt unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Offensichtlich belastet der schleppende Beschaffungsprozess für die F126 die Stimmung an den Märkten.

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Mit der jüngsten Verzögerung müssen sich die Streitkräfte nun bis mindestens Ende 2031 gedulden, bis die ersten neuen Fregatten in Dienst gestellt werden. Während Rheinmetall als möglicher Hauptauftragnehmer im Rennen ist, könnte die Vertragsentscheidung noch in diesem Sommer fallen – doch die Marktreaktionen deuten auf anhaltende Skepsis hin. Selbst die robusten Finanzkennzahlen von RENK können den Kursrückgang nicht abfedern, solange die Unsicherheit über die Marinebeschaffung weiterschwelt.

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