08 June 2026, 06:13

Fahimi attackiert Regierungspläne: "Völlig verfehlte Sparpolitik"

Chef des DGB vor Spitzentreffen im Kanzleramt: Regierungsreformpläne laufen in die falsche Richtung

Fahimi attackiert Regierungspläne: "Völlig verfehlte Sparpolitik"

Die Debatte über die Wirtschaftsreformen heizt sich weiter an, während die Spitzen der Koalition in dieser Woche mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden zusammenkommen. Yasmin Fahimi, eine zentrale Figur in den Verhandlungen, hat die aktuelle Regierungspolitik scharf kritisiert und als „völlig verfehlt“ bezeichnet. Sie warnte, pauschale Kürzungen und Sparmaßnahmen würden die Lage nur verschlimmern, indem sie die Nachfrage abwürgten.

Die Christlich Demokratische Union (CDU/CSU) und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) drängen darauf, die Reformpläne bis Anfang Juli zu finalisieren. Doch Fahimi lehnt den Fokus auf flächendeckende Einschnitte ab und argumentiert, diese gingen an den eigentlichen Problemen vorbei. Vorschläge, die Einkommensteuerreform durch eine prozentuale Kürzung aller staatlichen Subventionen auszugleichen, bezeichnete sie als „völligen Unsinn“.

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Die Gewerkschaften wollen bei dem Treffen am Mittwoch eigene Reformvorschläge vorlegen. Ihre Pläne zielen darauf ab, die Belastung für Unternehmen zu verringern und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu stärken. Fahimi schlug stattdessen vor, gezielt solche Betriebe zu fördern, die in ihre Standorte investieren, stabile Arbeitsplätze schaffen oder auf Klimaneutralität umstellen.

Zudem verurteilte sie die Strategie der Regierung, radikale Kürzungen ohne tiefgreifende strukturelle Veränderungen durchzusetzen. Ein solcher Ansatz werde lediglich „die Binnennachfrage erdrosseln“ und die Wirtschaft weiter schwächen, so Fahimi.

Am Mittwoch kommen Koalitionsspitzen, Gewerkschaftsvertreter und Wirtschaftsfunktionäre zusammen, um über die Reformen zu beraten. Fahimis Kritik unterstreicht die tiefen Gräben bei der Frage, wie Sparpolitik mit Maßnahmen in Einklang zu bringen ist, die Investitionen und Wachstum fördern. Das Ergebnis der Verhandlungen könnte die deutsche Wirtschaftspolitik auf Jahre prägen.

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