06 May 2026, 16:17

Familienunternehmen warnen: Deutschlands Exportstärke droht durch Politik zu erodieren

Offenes Buch mit handgeschriebener genealogischer Familiengeschichte.

Familienunternehmen warnen: Deutschlands Exportstärke droht durch Politik zu erodieren

Stiftung Familienunternehmen kritisiert Bundesregierung scharf zum ersten Jahrestag der Schwarz-Rot-Koalition

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Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung Familienunternehmen, warnte, dass Deutschlands wirtschaftliche Stärke als Exportweltmeister nun auf dem Spiel stehe. Seine Äußerungen spiegeln die wachsende Verärgerung unter Familienunternehmen wider, deren Erwartungen enttäuscht wurden und sich die Rahmenbedingungen zunehmend verschlechtern.

Kirchdörfer beschrieb die deutsche Wirtschaft als einen Organismus, der langsam ausblutet – ohne Anzeichen für eine Besserung unter der aktuellen Koalition. Die von der Stiftung vertretenen über 600 mittelständischen und großen Familienunternehmen wollten zwar im Inland investieren, sähen sich aber zunehmend gezwungen, Gewinne im Ausland zu suchen.

Das Vorstandsmitglied nannte zudem die wachsende Bürokratie und ungebremste Staatsausgaben als zentrale Problemfelder. Fortschritte bei der Entflechtung von Vorschriften oder Kostensenkungen seien ausgeblieben, während selbst europäische Partner mit ihren eigenen Verwaltungsherausforderungen kämpften.

Über die innerdeutschen Themen hinaus kritisierte Kirchdörfer die USA dafür, die Vorhersehbarkeit im globalen Handel zu untergraben. Stabile Rahmenbedingungen seien entscheidend – sowohl für die nächste Generation von Unternehmerinnen und Unternehmern als auch für die Gesamtwirtschaft. Angesichts der bisherigen Bilanz der Regierung betonte er: „Scheitern ist keine Option mehr.“

Die Kritik fällt in eine Phase, in der Familienunternehmen mit stockenden Reformen zunehmend ungeduldig werden. Ihre Investitionsbereitschaft in Deutschland hänge von klareren politischen Weichenstellungen und weniger bürokratischen Hürden ab. Ohne Kurskorrektur drohe dem Land der weitere Verlust seiner Spitzenposition als Exportnation.

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