FDP blockiert Bebauung der Bremer Galopprennbahn – fordert Grünflächen statt Beton
Margot RudolphFDP blockiert Bebauung der Bremer Galopprennbahn – fordert Grünflächen statt Beton
Die Bremer FDP hat sich gegen Pläne zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn im Osten Bremens ausgesprochen. Die Partei wirft dem Senat vor, die öffentliche Meinung zu ignorieren und die Chance zu verpassen, dringend benötigte Grünflächen zu schaffen. Stattdessen schlägt sie vor, das 30 Hektar große Gelände in ein Erholungs-, Sport- und Kulturzentrum umzuwandeln.
2019 hatten die Bremer Bürger in einem Volksentscheid den Bau von Wohnungen auf dem Rennbahngelände abgelehnt. Die FDP behauptet nun, die aktuellen Bebauungspläne des Senats widersprächen dieser Entscheidung. Der stellvertretende Landesvorsitzende Ole Humpich nannte das Argument, Vernachlässigung rechtfertige Neubauten, "nicht überzeugend".
Humpich kritisierte zudem, die Debatte stehe im Widerspruch zu den eigenen Prioritäten des Senats. Er betonte, dass Klimafolgenanpassung und Hitzeschutz Vorrang vor weiterer Bebauung haben müssten. Die Partei besteht darauf, dass die Stadt weniger Beton und mehr Grünflächen braucht.
Die FDP stellt sich das Gelände mit professionellem Management, besserer Infrastruktur und Partnerschaften mit der Privatwirtschaft vor. Ziel ist ein lebendiger Treffpunkt für Sport, Freizeit und Kultur – einer, der der Gemeinschaft dient und nicht Bauinvestoren.
Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob das Gelände für Wohnraum oder als öffentlicher Freiraum genutzt werden soll. Die FDP beharrt darauf, dass Ost-Bremen ein grünes, zukunftsweisendes Projekt benötige. Ihr Vorschlag steht damit in direktem Gegensatz zu den Bebauungsplänen des Senats.






