04 May 2026, 20:40

FDP-Politikerin wirft SPD-Abgeordnetem vor, "russischer Schlafagent" zu sein

Gruppe von Schiffen auf dem Wasser mit bewölktem Himmel, mit Text und Logo über NATO-Marineoperationen in der Ostsee.

FDP-Politikerin wirft SPD-Abgeordnetem vor, "russischer Schlafagent" zu sein

In Deutschland ist ein heftiger politischer Streit entbrannt, nachdem die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den SPD-Abgeordneten Rolf Mützenich vorwarf, sich wie ein „russischer Schlafagent“ zu verhalten. Der Konflikt entstand, nachdem Mützenich zu Rüstungskontrollgesprächen mit Russland aufgerufen hatte – als Reaktion auf den Abzug US-amerikanischer Truppen aus Europa.

Auslöser der Auseinandersetzung war Mützenichs Zustimmung zum Truppenabzug der USA und sein Vorschlag, in Verhandlungen den Abzug russischer atomwaffenfähiger Raketen aus Belarus und Kaliningrad zu erreichen. Er argumentierte, ein Dialog könne die Spannungen verringern und eine weitere Eskalation verhindern.

Strack-Zimmermann verurteilte den Vorstoß umgehend als „bequem für russische Kriegsverbrecher“. Sie ging noch weiter und bezeichnete Mützenich als „russischen Schlafagenten“, dessen Haltung die deutsche Sicherheitspolitik und Außenpolitik untergrabe.

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Ihre Äußerungen lösten sofortige Empörung aus. CDU-Chef Armin Laschet nannte ihre Kommentare „in ihrer Niedertracht beispiellos“ und forderte sie auf, diese zurückzunehmen. Strack-Zimmermann wies Laschets Appell zurück und warf ihm vor, die eigentliche Debatte auszuweichen.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte Strack-Zimmermann scharf und verteidigte Mützenichs Position. Trotz der Vorwürfe blieb sie bei ihren Aussagen und beharrte darauf, dass Mützenichs Haltung die strategische Position Deutschlands schwäche.

Die Kontroverse hat die politischen Gräben in Deutschland vertieft, wie mit den Beziehungen zu Russland umgegangen werden soll. Während Mützenichs Forderung nach Rüstungskontrollgesprächen weiterhin umstritten bleibt, haben Strack-Zimmermanns Vorwürfe die Debatte weiter angeheizt. Der Streit zeigt die anhaltenden Spannungen in der Sicherheits- und Diplomatiepolitik auf.

Quelle