11 June 2026, 02:17

Frasers Group übernimmt Hugo Boss für 1,7 Milliarden Pfund – ein Mode-Deal mit Signalwirkung

Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für den Kauf von Hugo Boss

Frasers Group übernimmt Hugo Boss für 1,7 Milliarden Pfund – ein Mode-Deal mit Signalwirkung

Frasers Group startet 1,7-Milliarden-Pfund-Übernahmeangebot für Hugo Boss

Die britische Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund (rund 1,95 Milliarden Euro) für die vollständige Übernahme des Modehauses Hugo Boss vorgelegt. Das Angebot bewertet die deutsche Luxusmarke mit 38 Euro pro Aktie. Hugo Boss ist spezialisiert auf hochwertige Herren-, Damenbekleidung, Schuhe und Accessoires.

Frasers hält bereits 26 Prozent der Hugo-Boss-Aktien und muss nach deutschen Übernahmebestimmungen das Angebot an alle Aktionäre richten. Die Finanzierung der Transaktion ist durch eine Bankengruppe gesichert. Vorstandschef Michael Murray nahm aufgrund seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss nicht an den internen Beratungen zum Übernahmeangebot teil.

Hugo Boss verzeichnete für das Geschäftsjahr 2025 starke finanzielle Kennzahlen: Der Umsatz lag bei knapp 4,3 Milliarden Euro, das EBITDA bei 782 Millionen Euro. Die Bruttovermögenswerte beliefen sich auf 3,7 Milliarden Euro, das Nettovermögen auf fast 1,6 Milliarden Euro. Frasers betrachtet Hugo Boss als eine seiner fünf wichtigsten Marken und plant, das Unternehmen langfristig im Portfolio zu halten.

Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der notwendigen behördlichen Genehmigungen. Frasers strebt an, über das Pflichtangebot die verbleibenden 74 Prozent der Hugo-Boss-Aktien zu erwerben. Der Deal würde die Position des Konzerns in der Premium-Modebranche weiter stärken. Die Finalisierung hängt von der Erfüllung aller rechtlichen und regulatorischen Auflagen ab.

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