Fürth am Abgrund: 1:2 gegen Hertha BSC bringt den Traditionsclub in existenzielle Not
Elfriede WielochFürth am Abgrund: 1:2 gegen Hertha BSC bringt den Traditionsclub in existenzielle Not
SpVgg Greuther Fürth steht vor dem direkten Abstieg nach 1:2 gegen Hertha BSC
Mit der Niederlage rutscht der Verein auf den vorletzten Platz der 2. Bundesliga ab und liegt nur noch drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Das entscheidende Spiel gegen Fortuna Düsseldorf könnte nun über den ersten Abstieg in die dritte Liga seit fast 30 Jahren entscheiden.
Die Fürther gingen mit hohem Druck in die Partie, verloren aber früh einen Spieler: Josip Brekalo sah in der 32. Minute die Rote Karte, sodass seine Mannschaft den Rest der Begegnung in Unterzahl bestreiten musste.
Hertha BSC nutzte die Überzahl gnadenlos aus. Der erst 16-jährige Kennet Eichhorn erzielte das 1:0 und wurde damit zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der 2. Bundesliga. Michael Cuisance erhöhte in der 84. Minute mit einem Distanzschuss auf 2:0.
Noël Futkeu gelang zwar in der 88. Minute der Anschlusstreffer, doch die Niederlage war nicht mehr abzuwenden. Damit liegt Fürth nun zwei Punkte hinter Arminia Bielefeld, das aktuell den Relegationsplatz belegt. Düsseldorf und Eintracht Braunschweig haben bereits drei Punkte Vorsprung und eine bessere Tordifferenz – was den Druck auf die Fürther vor dem letzten Saisonspiel weiter erhöht.
Seit der Gründung 1903 spielte der Traditionsverein ununterbrochen in einer der beiden höchsten Spielklassen, nachdem er 1997 in die 2. Bundesliga aufgestiegen war. Eine Niederlage gegen Düsseldorf könnte diese lange Ära im Profifußball beenden.
Fürth muss nun das letzte Spiel gewinnen, um den direkten Abstieg zu vermeiden. Eine Niederlage würde den Fall in die dritte Liga nach 27 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur Bundesliga oder 2. Bundesliga besiegeln. Über das Schicksal des Clubs wird im letzten Saisonspiel gegen Düsseldorf entschieden.
