Galeria kämpft ums Überleben: 160 Millionen Euro fehlen gegen die Pleite
Margot RudolphGaleria kämpft ums Überleben: 160 Millionen Euro fehlen gegen die Pleite
Galeria-Kaufhauskette steckt in tiefen finanziellen Schwierigkeiten
Die deutsche Warenhauskette Galeria kämpft um ihr Überleben. Das Unternehmen benötigt dringend 160 Millionen Euro, um die Insolvenz abzuwenden, und hat mit drastischen Rabattaktionen begonnen, um dringend benötigte Mittel aufzutreiben. Ohne diese finanzielle Spritze sieht die Zukunft der Kette düster aus.
Der Händler hadert mit hohen Verlusten und ausstehenden Zahlungen. Ein geplanter Kredit der US-Investmentfirma Gordon Brothers soll 80 Millionen Euro an Schulden umschulden und rückständige Mieten decken. Doch selbst dies könnte nicht ausreichen, um das langfristige Überleben zu sichern – denn die monatlichen Verluste steigen weiter an.
Gordon Brothers’ Rettungsplan sieht die Schließung von etwa 30 der 83 Galeria-Filialen vor. Vorstandschef Tilo Hellenbock hat bereits die Bestellung neuer Ware stark reduziert, um die Kosten zu senken. Zudem lockt die Kette mit Rabatten von bis zu 70 Prozent, um die Gehälter der 12.000 Mitarbeiter zu finanzieren und den finanziellen Druck zu mindern.
Scheitert die Einigung mit Gordon Brothers, droht Galeria bereits in diesem Sommer der Zusammenbruch. Durch Warenengpässe müssten dann viele Filialen endgültig ihre Türen schließen. Der 160-Millionen-Kredit ist überlebenswichtig für die Kette. Ohne ihn erscheint die Pleite unvermeidbar – und Tausende Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel. Das Ziel bleibt, Galeria bis 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen, doch der Weg dorthin ist mit großen Unsicherheiten gepflastert.
