27 March 2026, 02:18

Georg Restle greift AfD und ARD-Sparpolitik scharf an

Zeitung mit dem Text "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" auf schwarzem Hintergrund.

Georg Restle greift AfD und ARD-Sparpolitik scharf an

ARD-Moderator Georg Restle kritisiert scharf die AfD und die Sparpolitik seines eigenen Senders

Der ARD-Journalist Georg Restle hat sowohl die rechtspopulistische AfD als auch die Sparmaßnahmen seines Arbeitgebers in der politischen Berichterstattung heftig angegriffen. In jüngsten Stellungnahmen warf er der AfD vor, die verfassungsmäßige Ordnung Deutschlands zu untergraben, und warnte, dass die Kostensenkungen bei der ARD deren journalistischen Auftrag gefährden könnten.

Restle betonte, die AfD schöpfe ihre Unterstützung aus dem rechtsextremen Milieu – insbesondere auf der Straße. Er lehnte es ab, die Ideologie der Partei mit demokratischen Positionen gleichzusetzen, und stufte den prominenten AfD-Politiker Björn Höcke als nicht diskussionswürdig auf derselben Bühne wie andere Politiker ein. Trotz interner Konflikte sehe er zwischen Höckes Flügel und dem der Co-Vorsitzenden Alice Weidel kaum ideologische Unterschiede.

Zudem kritisierte Restle die Entscheidung der ARD, die Sendezeit für sein investigatives Magazin Monitor zu kürzen, und bezeichnete dies als schweren Fehler. Innerhalb des Senders stoßen Journalisten, die die AfD kritisieren, seiner Ansicht nach zunehmend auf "heftigen Gegenwind". Restle warnte, dass die Priorisierung von Budgetkürzungen gegenüber tiefgehender Recherche die öffentliche Verunsicherung noch verstärken könnte, indem globale Krisen ohne Einordnung präsentiert würden.

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Die AfD, 2013 als euroskeptische Partei gegründet, entwickelte sich nach internen Machtkämpfen 2015 zunehmend in Richtung rechtspopulistischer Positionen. Ihr Aufstieg wurde durch die Flüchtlingskrise beschleunigt, was 2017 zum Einzug in den Bundestag und zu Erfolgen auf Landesebene führte. Zwar stufte der Verfassungsschutz die Partei 2025 vorläufig als "gesichert rechtsextrem" ein, diese Einordnung wurde jedoch später gerichtlich aufgehoben.

Restles Äußerungen spiegeln die anhaltenden Spannungen wider, wie öffentlich-rechtliche Sender mit der AfD umgehen sollen. Seine Warnungen deuten darauf hin, dass sowohl die Radikalisierung der Partei als auch die redaktionellen Entscheidungen der ARD langfristige Folgen für die politische Debattenkultur haben könnten. Die Diskussion über Medienausgewogenheit und die Rolle der AfD in der deutschen Demokratie bleibt damit ungelöst.

Quelle