Gorki-Theater feiert Abschied und Neuanfang mit einem rauschenden Festabend
Hans D. FinkeGorki-Theater feiert Abschied und Neuanfang mit einem rauschenden Festabend
Das Maxim-Gorki-Theater verabschiedet sich mit einem Festabend in eine neue künstlerische Ära
Mit einem Abschiedsabend hat das Gorki-Theater einen Wechsel in seiner künstlerischen Leitung markiert. Die Veranstaltung ehrte das Wirken der scheidenden Intendantin Shermin Langhoff und feierte den Aufstieg des postmigrantischen Theaters in der Berliner Kulturszene. Unter einem graublauen Abendhimmel versammelten sich die Gäste in dem historischen Haus.
Via Jikeli eröffnete die Revue mit einer Darstellung von Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan. Später sang Jonas Dassler den Fledermaus-Aussterbelied, bevor sich die Gäste in eine Bar nach Neukölln aufmachten.
Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Ehren Langhoffs. Diese bedankte sich kurz – statt einer langen Ansprache. Bei Drinks diskutierten die Anwesenden über Berlins sich wandelnde Identität.
Gegen drei Uhr morgens schienen die dystopischen Töne des Abends weit entfernt. Das Berliner Hausbier, noch immer herb und doppelt so teuer wie anderswo, blieb ein Gesprächsthema.
Der Abschiedsabend unterstrich die prägende Rolle des Gorki-Theaters für das postmigrantische Theater. Gleichzeitig markierte er das Ende von Langhoffs Amtszeit und den Beginn eines neuen Kapitels. Die Nacht endete mit Reflexionen über Berlins Vergangenheit, Gegenwart und kulturellen Wandel.
