Greifswald kämpft erstmals gegen die Lohnlücke beim Equal Pay Day 2026
Greifswald kämpft erstmals gegen die Lohnlücke beim Equal Pay Day 2026
Zum ersten Mal findet die bundesweite Kampagne zum Equal Pay Day in Greifswald statt. Das Event lenkt den Blick auf die anhaltende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland. Die Veranstalter haben eine öffentliche Kundgebung organisiert, um das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und die Debatte anzuregen.
Der Equal Pay Day 2026 fällt auf den 27. Februar – jenes Datum, ab dem Frauen im Vergleich zu den Männergehältern des Vorjahres effektiv zu verdienen beginnen. 2024 lag der durchschnittliche Verdienst von Frauen in Deutschland 16 Prozent unter dem der Männer, was bedeutet, dass sie statistisch 58 Tage umsonst arbeiteten. Damit übersteigt die Lücke den EU-Durchschnitt von etwa 12 Prozent.
Das Bündnis Equal Pay MV, zu dem der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern und der DGB Nord gehören, lädt von 17 bis 23 Uhr zu einer kostenfreien Veranstaltung in die STRAZE ein. Der Eintritt ist für alle offen; Spenden sind vor Ort willkommen. Karten gibt es über lokale Bündnispartner oder die Gleichstellungsbeauftragte unter gsb@ourwebsite.
Trotz Kampagnen wie dem Equal Pay Day, der seit 2014 existiert, hat sich die Lohnlücke in Deutschland kaum verringert. Einige Studien deuten darauf hin, dass sich das Problem eher verschiebt als verkleinert: In Ländern wie Großbritannien steigen etwa immer mehr junge Männer in schlecht bezahlte Berufe ein – eine Entwicklung, die herkömmliche Annahmen zu geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschieden infrage stellt.
Die Greifswalder Veranstaltung will die langfristigen Folgen ungleicher Bezahlung thematisieren – von der Berufseinstieg bis zur Rente. Weitere Infos und Updates gibt es unter dem Hashtag #equalpaydaymv. Die Organisatoren hoffen, dass die Initiative Gespräche anregt und politische Maßnahmen vorantreibt, um die anhaltende Ungerechtigkeit zu bekämpfen.
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