Grill-Chaos im Volkspark Friedrichshain: Anwohner kämpfen gegen Rauch, Müll und Lärm
Hans D. FinkeGrill-Chaos im Volkspark Friedrichshain: Anwohner kämpfen gegen Rauch, Müll und Lärm
Volkspark Friedrichshain nahe der Danziger Straße ist zum Brennpunkt der Beschwerden wegen übermäßigen Grillens geworden. Anwohner klagen über Rauchbelästigung, Gestank, Lärm und den Müll, den Besucher zurücklassen. Das Problem entsteht durch die ungleiche Verteilung der offiziellen Grillplätze in Berlin.
Aktuell gibt es in der Hauptstadt nur sieben ausgewiesene öffentliche Grillflächen – drei davon liegen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Diese Konzentration führt zu einer Überlastung, insbesondere im Volkspark Friedrichshain. Seit Januar wurden dort allein 133 Verstöße im Zusammenhang mit Grillaktivitäten dokumentiert.
Um die Situation in den Griff zu bekommen, arbeiten Ordnungsämter und Polizei zusammen. Bereits sechs gemeinsame Einsätze fanden statt, sieben weitere sind geplant. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat zudem Unterstützung vom Nachbarbezirk Pankow und der örtlichen Polizei angefordert, um die Lage zu entschärfen.
Trotz der Herausforderungen erkennt das Bezirksamt an, dass Grillen eine beliebte und kostengünstige Möglichkeit ist, um sich im Freien zu treffen. Um den Druck auf die überlasteten Flächen zu verringern, schlagen die Behörden vor, in jedem Bezirk zusätzliche Grillzonen einzurichten. Nach dem Grünflächengesetz sind alle Bezirke verpflichtet, geeignete Orte für öffentliches Grillen bereitzustellen.
Ziel des Plans ist es, Grillbegeisterte gleichmäßiger über die Stadt zu verteilen. Bei Umsetzung würde dies die Belastung für den Volkspark Friedrichshain und andere übernutzte Gebiete verringern. Der Vorschlag steht im Einklang mit der gesetzlichen Verpflichtung, allen Bürgern den Zugang zu öffentlichen Grillmöglichkeiten zu ermöglichen.
