Hertha BSC feiert emotionalen Abschiedssieg mit Rekordtor und Karriereende
Hans D. FinkeHertha BSC feiert emotionalen Abschiedssieg mit Rekordtor und Karriereende
Hertha BSC Berlin sichert sich 2-1-Sieg gegen Greuther Fürth im letzten Heimspiel der Saison
Mit dem 2:1 (1:0) gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth beendete Hertha BSC Berlin die Saison vor heimischem Publikum. Das Spiel markierte zugleich das Karriereende von Toni Leistner beim Verein, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Gleichzeitig schrieb der 16-jährige Kennet Eichhorn Geschichte, indem er zum jüngsten Torschützen der 2. Bundesliga wurde.
Vor dem Anpfiff ehrten die Fans Leistner mit Transparenten und Gesängen. Der 30-jährige Verteidiger, der einst für den Stadtrivalen 1. FC Union Berlin spielte, betonte in seiner Abschiedsrede: „Berlin ist blau-weiß.“ Trotz der Enttäuschung über sein Ausscheiden deutete er an, künftig in einer neuen Rolle bei Hertha bleiben zu wollen.
Hertha ging früh in Führung, als Eichhorn mit seinem Treffer den 1:0-Vorsprung erzielte. Mit 16 Jahren, 9 Monaten und 13 Tagen brach er damit den Altersrekord für den jüngsten Torschützen der Liga. Trotz eines Platzverweises vor der Halbzeit hielt die Mannschaft den Sieg bis zum Schluss.
Abseits des Platzes steht bei Hertha ein großer Kaderumbruch bevor. Finanzielle Schwierigkeiten könnten dazu führen, dass mehrere Spieler – darunter auch Eichhorn – den Verein verlassen. Der junge Stürmer hat bereits das Interesse von Top-Klubs geweckt, ein Wechsel im Sommer gilt als wahrscheinlich.
Der Sieg gegen Fürth bildete einen versöhnlichen Abschluss einer schwierigen Saison. Während Leistners Zukunft bei Hertha nicht mehr auf dem Platz liegt, könnte Eichhorns Rekordtreffer sein letztes Tor im Dress der Berliner gewesen sein. Der Verein setzt unterdessen die Neuaufstellung fort und bereitet sich auf die kommende Spielzeit vor.
