Hünfelds Ehrenamtliche erhalten wichtige Steuer-Tipps für 2026
Hünfelds Lokomotivschuppen gastierte am Dienstagabend zum fünften Mal den ehrenamtlichen Informationsabend der Stadt. Bei der Veranstaltung trafen sich lokale Vereine und gemeinnützige Initiativen, um sich über aktuelle Steuerregelungen und Fördermöglichkeiten zu informieren. Fachleute aus dem Steuerbereich sowie Vertreter des Landkreises stellten wichtige Neuerungen vor, die die ehrenamtliche Arbeit betreffen.
Den Auftakt machte Julia Schröder vom Landkreis Fulda, die die Initiative „Treffpunkt Aktiv“ vorstellte. Zudem erläuterte sie die Unterstützungsangebote des Landkreises für Ehrenamtliche und gemeinnützige Gruppen.
Anschließend referierte die steuerberatende Fachfrau Sandra Oechler in einem 90-minütigen Vortrag über die Buchführung in gemeinnützigen Organisationen. Sie erklärte den Unterschied zwischen ideellen Tätigkeiten – etwa kulturellen oder karitativen Projekten – und wirtschaftlichen Aktivitäten wie gewerblichen Geschäften. Oechler betonte, dass Vereine ihre satzungsgemäßen Zwecke einhalten müssen, um ihre Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden. Zudem klärte sie auf, dass erst kommerzielle Einnahmen ab 50.000 Euro pro Jahr steuerpflichtig werden.
Ein zentrales Thema waren die neuen finanziellen Freigrenzen ab 2026: Die Ehrenamtspauschale steigt auf 960 Euro jährlich, während die steuerfreie Übungsleiterpauschale künftig bei 3.300 Euro pro Jahr liegt. Den Abschluss des Abends bildeten Grillwürstchen, kühle Getränke und lockere Gespräche unter den Teilnehmenden.
Der Informationsabend bot den Vereinen aktuelle Steuerrichtlinien und Förderinformationen. Die erhöhten Freibeträge für Ehrenamtliche und Übungsleiter treten zum 1. Januar 2026 in Kraft. Die Organisatoren planen, die Veranstaltung auch künftig als jährliches Angebot für lokale gemeinnützige Initiativen fortzuführen.
