05 April 2026, 04:18

IHK Halle-Dessau setzt klare Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Grafik mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen"

IHK Halle-Dessau setzt klare Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

IHK Halle-Dessau legt Prioritäten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fest

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre Schwerpunkte für die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt definiert. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein Positionspapier, das zentrale Forderungen der regionalen Wirtschaft zusammenfasst. Das Dokument soll die politische Debatte vor der Wahl 2026 prägen, indem es wirtschaftliche Herausforderungen und Chancen aufgreift.

Die IHK plant, sich mit Parteien, Kandidaten und der Öffentlichkeit auszutauschen, um sicherzustellen, dass unternehmerische Belange im Wahlkampf eine prominente Rolle spielen. Im Fokus stehen dabei Fachkräftemangel, Innovation, Infrastruktur sowie der Abbau bürokratischer Hürden für Unternehmen.

Fachkräfte, Bildung und Innovation im Mittelpunkt Das Positionspapier der IHK benennt mehrere drängende Themen für die Wirtschaft Sachsen-Anhalts. An erster Stelle steht die Sicherung von Fachkräften: Gefordert werden eine bessere Ausschöpfung des bestehenden Arbeitskräftepotenzials, strengere Anforderungen an Erwerbsfähige sowie eine verbesserte Berufsorientierung, um Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen.

Auch Bildung und Innovation sind zentrale Punkte. Die IHK setzt sich für Förderprogramme ein, die speziell auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zugeschnitten sind, sowie für einen stärkeren Technologietransfer und eine innovationsfreundliche Politik ohne Technologievorgaben. Ein flexibler Ansatz soll die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe stärken.

Internationalisierung und Bürokratieabbau In Sachen Internationalisierung mahnt die IHK mehr Unterstützung für Unternehmen an, die neue Märkte erschließen wollen. Gefordert werden Politikansätze, die Freihandel, Diplomatie und Offenheit für globale Chancen fördern. Gleichzeitig bleibt der Bürokratieabbau ein zentrales Anliegen: Die IHK verlangt regelmäßige Überprüfungen von Verwaltungsprozessen sowie schlanke, praxisnahere Gesetze.

Energie und Infrastruktur: Zuverlässigkeit und Zukunftsfähigkeit Ein weiterer Kernpunkt sind Energie- und Infrastrukturpolitik. Die IHK fordert eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung mit Fokus auf Technologieoffenheit und den Erhalt industrieller Standorte. Zudem unterstützt sie den Ausbau der Energieinfrastruktur, Wasserstoffstrategien ohne Technologievorgaben sowie Lösungen für CO₂-Abscheidung. Im Verkehrs- und Digitalbereich plädiert das Papier für langfristige Finanzierung, beschleunigte Genehmigungsverfahren und dringende Modernisierungen von Straßen, Brücken und Versorgungsnetzen.

Positionspapier als Leitfaden für die Wahl 2026 Der Landtag Sachsen-Anhalts umfasst derzeit mindestens 83 Sitze – Ergebnis der Wahl 2021. Das IHK-Papier dient nun als Grundlage für den Dialog mit Politikern und Wählern im Vorfeld der Landtagswahl 2026. Es skizziert konkrete Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel, für mehr Innovation und weniger Bürokratie und soll die Diskussion zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in den kommenden Monaten prägen.

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