Kemptens Machtwechsel: CSU verliert Oberbürgermeisteramt nach 30 Jahren
Margot RudolphKemptens Machtwechsel: CSU verliert Oberbürgermeisteramt nach 30 Jahren
Kempten wählt neuen Oberbürgermeister – CSU verliert nach 30 Jahren die Macht
Nach einer Stichwahl hat Kempten einen neuen Oberbürgermeister gewählt und damit 30 Jahre ununterbrochene CSU-Führung beendet. Christian Schoch von den Freien Wählern sicherte sich 55 Prozent der Stimmen und besiegte damit den langjährigen Amtsinhaber Thomas Kiechle. Das Ergebnis markiert einen deutlichen Wandel in der politischen Landschaft der Stadt nach Jahrzehnten unter derselben Partei.
Die CSU hatte das Kemptener Rathaus erstmals 1996 unter ihre Kontrolle gebracht, als Ulrich Netzer die Oberbürgermeisterwahl gegen die SPD gewann. Er blieb bis 2014 im Amt, bevor er die Position an Thomas Kiechle übergab, den Sohn des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Ignaz Kiechle. Kiechle regierte zwei volle Amtszeiten, bevor er in diesem Jahr vor einer Herausforderung stand.
Bei der Stichwahl im März 2026 setzte sich Schoch mit 55 Prozent der Stimmen klar durch, während Kiechle auf 45 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent und zeigte damit ein kontinuierliches Interesse an der lokalen Politik. Das Ergebnis beendet die ununterbrochene CSU-Herrschaft, die seit 1996 bestand.
Schoch wird nun als neuer Oberbürgermeister von Kempten die Nachfolge Kiechles antreten, der zwei Amtszeiten regierte. Der Sieg der Freien Wähler bricht eine drei Jahrzehnte währende CSU-Dominanz in der Stadt. Der Wechsel erfolgt mit einem klaren Votum der Wähler in der Stichwahl.






