Kik schließt Hunderte Filialen und bekommt neuen Chef bis 2026
Mode-Discounter Kik steht vor tiefgreifenden Umbrüchen in Führung und Filialnetz
Bis 2026 wird das Unternehmen Hunderte von Filialen in Europa schließen und gleichzeitig einen neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Trotz der Schließungen gibt es vorerst keine Ankündigungen von Entlassungen für die rund 32.000 Beschäftigten.
Der Umbruch begann mit dem Rücktritt von CEO Patrick Zahn im September 2025. Sein Ausscheiden folgte auf Meinungsverschiedenheiten mit dem Eigentümer Tengelmann. Bereits zuvor hatten auch Finanzvorstand Rüdiger Hartmann und Betriebsleiter Dirk Ankenbrand das Unternehmen verlassen.
Christian Kümmer übernahm interimistisch die Geschäftsführung, bis eine dauerhafte Lösung gefunden wurde. Im Juni wird Ulrich Hanfeld offiziell neuer CEO von Kik. Hanfeld leitete zuvor über sechs Jahre lang den Konkurrenz-Discounter NKD. Unter seiner Führung wurde NKD 2019 an den britischen Investor TDR Capital verkauft.
Parallel dazu plant Kik, sein Filialnetz bis Ende 2026 um netto 225 Standorte zu reduzieren. Rund 300 Filialen werden geschlossen, darunter 135 in Deutschland, sodass bundesweit noch etwa 2.200 Geschäfte übrig bleiben. Jela Götting, Managerin bei Tengelmann, wies Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf des Unternehmens zurück.
Die Restrukturierung zielt darauf ab, die physische Präsenz von Kik zu verringern, während die Belegschaft von 32.000 Mitarbeitenden erhalten bleibt. Mit Hanfeld an der Spitze will das Unternehmen die Geschäfte unter neuer Führung stabilisieren. Die Veränderungen erfolgen vor dem Hintergrund sich wandelnder Marktbedingungen im Discount-Modebereich.






