28 June 2026, 12:14

Kirchen als kühle Rückzugsorte: Warum viele Türen während Hitzewellen verschlossen bleiben

Berliner Kirchen bieten kühlen Rückzugsort

Kirchen als kühle Rückzugsorte: Warum viele Türen während Hitzewellen verschlossen bleiben

Kirchen in Berlin und Brandenburg sollen als kühle Rückzugsorte während Hitzewellen öffnen

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Kirchen in Berlin und Brandenburg werden aufgefordert, ihre Türen als kühle Zufluchtsstätten während Hitzeperioden zu öffnen. Ihre dicken Mauern und hohen Decken sorgen auf natürliche Weise für niedrige Temperaturen und bieten Erholung von der Hitze. Auch lokale Politiker fordern, dass mehr öffentliche Räume für diesen Zweck zugänglich gemacht werden.

Die katholischen und evangelischen Kirchen in der Region haben ihre Gemeinden dazu aufgerufen, geeignete Räumlichkeiten für Menschen bereitzustellen, die der Hitze entfliehen möchten. Dennoch bleiben viele Kirchen aus Sorge um den Schutz wertvoller Gegenstände, Vandalismus und Haftungsfragen verschlossen. Finanzielle Engpässe schränken zudem ein, wie oft sie geöffnet werden können – die meisten sind auf Ehrenamtliche angewiesen, um ihre Türen offen zu halten.

Aktuell sind nur 13 evangelische Kirchen in Berlin an jedem Wochentag geöffnet, einige weitere unter bestimmten Bedingungen. Die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg bleibt dank ehrenamtlichen Engagements ganzjährig täglich geöffnet. Auch die Marienkirche am Fernsehturm hat täglich geöffnet, finanziert durch Spenden von Touristen, und dient obdachlosen und benachteiligten Gruppen als Schutzraum. Die Wichernkirche in Spandau ist zwar geöffnet, verzeichnet aber noch keinen Anstieg an Besuchern, die vor der Hitze fliehen – ein Zeichen dafür, dass die Idee noch an Akzeptanz gewinnt.

Oppositionspolitiker wie Tobias Schulze von der Linken und Werner Graf von den Grünen kritisieren den Senat, nicht genug kühle Rückzugsorte bereitzustellen. Sie schlagen vor, weitere öffentliche Gebäude wie Kunstmuseen bei extremer Hitze zu öffnen.

Während einige Kirchen bereits kühle Zuflucht bieten, behindern praktische und finanzielle Hürden eine breitere Beteiligung. Die Forderung nach mehr öffentlichen Kühlräumen während Hitzewellen zeigt den wachsenden Druck auf die Behörden, das Problem anzugehen. Gemeinden und Ehrenamtliche bleiben weiterhin entscheidend, um dort Hilfe zu leisten, wo es möglich ist.

Quelle