24 March 2026, 22:19

Kreative Wohnlösungen: Wie Leipziger Studierende und Senioren voneinander profitieren

Schwarz-weiß-Anzeige für ein Leipziger Hotel, das sein Gebäude, umgebende Bäume und Menschen zeigt, mit beschreibendem Text.

Kreative Wohnlösungen: Wie Leipziger Studierende und Senioren voneinander profitieren

In Leipzig treiben steigende Mieten Studierende zu kreativen Wohnlösungen. Eine solche Lösung bringt die 83-jährige Dorothea Stier mit Kardelen Gökcedağ zusammen, einer Doktorandin aus der Türkei. Ihr gemeinsames Wohnmodell bietet beiden Seiten Vorteile: bezahlbaren Wohnraum für die Studentin und Gesellschaft für die ältere Hausbesitzerin.

Dorothea Stier lebt seit über 30 Jahren in ihrem Haus am südöstlichen Rand Leipzigs. Ursprünglich zog sie mit ihrem verstorbenen Mann und drei Kindern dorthin, heute wohnt sie allein. Über das Projekt "RaumTeiler" lernte sie Gökcedağ kennen, die für ihre Promotion eine Bleibe suchte.

Gökcedağ zahlt 300 Euro im Monat für ein kleines 15-Quadratmeter-Zimmer mit eigenem Duschbad, Toilette und Kochnische – deutlich weniger als der Leipziger Durchschnitt von 512 Euro für ein WG-Zimmer, der im vergangenen Jahr um fast 4 Prozent stieg. Im Gegenzug schenkt sie Stier Gesellschaft und mildert so deren Einsamkeit.

Das Modell "Wohnen für Hilfe", ähnlich wie RaumTeiler, ermöglicht Studierenden, bei Privatpersonen zu wohnen und im Austausch Alltagshilfen zu leisten. Für viele ist das eine Rettung: 83 Prozent der Leipziger Studierenden zahlen Mieten, die über dem BAföG-Wohngeld von 380 Euro liegen. Gökcedağ will bleiben, bis sie ihre Dissertation abgeschlossen hat, während Stier die Gemeinschaft und Unterstützung genießt.

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Die Wohnform hilft beiden Frauen, sich auf Leipzigs angespanntem Wohnungsmarkt zurechtzufinden. Studierende erhalten günstige Zimmer, ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger praktische Hilfe und sozialen Anschluss. Angesichts weiter steigender Mieten werden solche Wohnmodelle in Universitätsstädten immer beliebter.

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