21 April 2026, 18:20

Kriminalitätsrückgang 2025 – doch schwere Gewaltdelikte steigen alarmierend an

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift 'Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen' und eine Flagge, mit Straßenlaternen, Bäumen, Kränen, einem Gebäude und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Kriminalitätsrückgang 2025 – doch schwere Gewaltdelikte steigen alarmierend an

Deutschland verzeichnete 2025 einen Rückgang der registrierten Kriminalität um 5,6 Prozent – doch schwere Gewaltdelikte nahmen deutlich zu

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Im Jahr 2025 ging die Gesamtzahl der erfassten Straftaten in Deutschland um 5,6 Prozent zurück, mit rund 5,5 Millionen registrierten Fällen. Gleichzeitig stiegen jedoch bestimmte Formen der Gewaltkriminalität stark an, darunter Mord, Totschlag und schwere Sexualstraftaten. Die aktuellen Zahlen haben zudem die Debatte darüber neu entfacht, wie Kriminalstatistiken interpretiert und präsentiert werden.

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Gewaltkriminalität im Jahr 2025: Die Fälle von Mord und Totschlag nahmen um 6,5 Prozent zu, Vergewaltigungen und andere schwere Sexualdelikte stiegen sogar um 8,5 Prozent. Messerangriffe blieben häufig – im Schnitt gab es etwa 80 solche Vorfälle pro Tag.

Bei den Tatverdächtigen waren Ausländer überproportional vertreten. Ihr Anteil lag insgesamt etwa 2,6-mal höher als der von deutschen Staatsbürgern. Bei Gewaltdelikten betrug das Verhältnis sogar etwa das Vierfache. Besonders häufig als Tatverdächtige erfasst wurden türkische, syrische, rumänische, ukrainische, polnische und afghanische Staatsangehörige.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisierte die Handhabung der Daten durch die Regierung scharf. Ihre Bundesvorsitzende, Mehtap Çağlar, warf Innenminister Alexander Dobrindt vor, die Statistiken aus politischen Gründen instrumentalisiert zu haben. Der Verband argumentierte zudem, dass die Polizeizahlen eher die Aktivitäten der Strafverfolgungsbehörden widerspiegeln als das tatsächliche Kriminalitätsniveau oder dessen Ursachen. Die Regierung fördere mit ihrer Darstellung eine "rassistische" Deutung der Daten, hieß es.

Der Kriminalitätsbericht 2025 zeigt ein zwiespältiges Bild: Zwar sinkt die Gesamtzahl der Straftaten, doch in zentralen Bereichen nimmt die Gewalt zu. Die Diskussion über die demografische Zusammensetzung der Tatverdächtigen und die Transparenz der Statistiken wird voraussichtlich anhalten. Die Behörden stehen nun vor der Frage, wie sie sowohl die Entwicklungen als auch die Bedenken von Gemeinschaftsvertretern angehen können.

Quelle