08 May 2026, 14:24

Krisenprämie scheitert am Widerstand der Länder gegen Bundesregierung

Alte deutsche 100-Pfennig-Banknote mit Abbildung eines Mannes, schwarzem Hintergrund und deutscher Beschriftung.

Krisenprämie scheitert am Widerstand der Länder gegen Bundesregierung

Streit um geplante Krisenprämie: Bundesregierung und Länder uneins

Der von der bundesweiten Mitte-links-Koalition vorangetriebene Vorschlag für eine Krisenprämie hat einen Konflikt zwischen der Bundesregierung und den Ländern ausgelöst. Die Prämie sollte Arbeitnehmern helfen, die durch den Krieg im Iran in finanzielle Not geraten sind. Doch die meisten Bundesländer lehnen das Vorhaben mittlerweile ab – sie kritisieren es als ungerecht und schlecht durchdacht.

Die Prämie hätte es Arbeitgebern ermöglicht, ihren Beschäftigten bis Mitte 2027 steuerfrei bis zu 1.000 Euro auszuzahlen. Kritiker warnten jedoch, dass nur wenige Arbeitnehmer tatsächlich davon profitieren würden, während viele ohne Unterstützung blieben.

Die Bundesregierung hatte die Maßnahme ohne Absprache mit den Ländern auf den Weg gebracht – obwohl diese einen Großteil der Kosten tragen müssten. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel schätzt die entgehenden Steuereinnahmen auf insgesamt 2,8 Milliarden Euro, wobei 700 Millionen Euro die Kommunen belasten würden. Zwei Drittel der Last träfen die Länder selbst.

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, bezeichnete die Pläne als ungerecht. Sie argumentierte, dass nur eine kleine Gruppe von Arbeitnehmern die Prämie erhalten würde, während andere weiter kämpfen müssten. Statt der Einmalzahlung forderte sie die Bundesregierung auf, Steuerreformen zu beschleunigen, die Gering- und Mittelverdiener breiter entlasten würden.

Die Bundesregierung hat den Vorschlag noch nicht fallen gelassen. Sie könnte den Vermittlungsausschuss anrufen, um einen Kompromiss mit den Ländern auszuhandeln. Doch die Weigerung, die Kommunen für ihre Mindereinnahmen zu entschädigen, erschwert eine Einigung.

Gegner der Prämie wiesen zudem darauf hin, dass viele Arbeitnehmer komplett leer ausgehen könnten. Da die Zahlung freiwillig von den Arbeitgebern abhängt, wäre nicht sichergestellt, dass alle Beschäftigten automatisch Unterstützung erhalten.

Da sich die Mehrheit der Länder gegen die Krisenprämie stellt, bleibt ihre Zukunft ungewiss. Die Bundesregierung muss nun entscheiden, ob sie auf dem Vorhaben beharrt oder nach Alternativen sucht. Kommt es zu keiner Einigung, könnte der Vermittlungsausschuss eingreifen, um die Blockade zu lösen.

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